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Auswahl aktueller Forschungsprojekte

Forschung wird an der NBS Hochschule groß geschrieben. Den aktuellen Forschungsbericht können Sie hier einsehen. Eine Auswahl der laufenden Projekte haben wir Ihnen außerdem auf dieser Seite zusammengestellt:

Compact Teaching Reality

Ein Forschungsschwerpunkt von Prof. Dr. Becker (Studiengang Betriebswirtschaft) liegt auf der Entwicklung der sogenannten "Compact Teaching Reality" (CTR). Mithilfe der CTR entstehen interdisziplinäre und realitätsnahe Fallstudien (sogenannte CTR-Business-Cases), die für den Einsatz im Bachelor-Studium der Betriebswirtschaftslehre optimiert sind. Neben dieser neuen Kategorie von Fallstudien wurden erste CTR-Business-Cases entwickelt, in der Lehre angewendet und veröffentlich. Prof. Dr. Becker wird auch in Zukunft einen wesentlichen Teil seiner Forschungskapazitäten darauf verwenden, weitere CTR-Business-Cases zu erstellen. 

Didaktik von Wirtschaftsmathematik

Prof. Dr. Schmallowsky befasste sich mit der Konzeption und Erarbeitung eines Lehrbuches zur Wirtschaftsmathematik. Da allgemein festzustellen ist, dass das Erlernen mathematischer Inhalte und Methoden für Studierende der Wirtschaftswissenschaften eine erhebliche Herausforderung darstellen kann, es die technologische Fortentwicklung indes erfordert, naturwissenschaftliche Methodenkompetenzen vor allem im Bereich "Wirtschaftswissenschaften" zu erlernen, wurde die aktuelle Forschungslandschaft der Didaktik analysiert. Ziel der Analyse war es, die Entwicklung didaktischer Instrumente voranzutreiben, die mit Blick auf das Erfordernis der Schulung naturwissenschaftlicher Methodenkompetenz insbesondere für die Lehrtätigkeit in naturwissenschaftlichen Lehrveranstaltungen von großer Bedeutung ist. Die Erstellung des Lehrbuchs zur Wirtschaftsmathematik, speziell zur Analysis 1 und 2, konnte von Prof. Dr. Schmallowsky im akademischen Jahr 2016/17 abgeschlossen werden.

Schmallowsky, Katrin: Analysis verstehen für Wirtschaftswissenschaftler, Konstanz/München, 2017.

Digitale Transformation der Logistik

Prof. Dr. Hermann konnte durch Eigeninitiative gemeinsam mit der Logistik-Initiative Hamburg der Kooperations- und Forschungsansatz "SODIGITAL" ins Leben rufen, in dessen Rahmen auch bereits erste Veranstaltungen in 2017 entstanden sind und die Einreichung eines Forschungsantrags mit Logistikpraxispartnern im Großraum Hamburg geplant ist.

Europäische Integration und Migration

Der Fokus der Arbeit von Prof. Dr. Annette Olbrisch-Ziegler liegt auf den Fragestellungen um die Europäische Integration und Migration. Die jüngsten Entwicklungen innerhalb Europas und der Europäischen Union, die tatsächliche Verfassung ihrer Institutionen und der Wirtschafts- und Finanzpolitik geben auch aus wissenschaftlicher Sicht Anlass zur Besorgnis. Die jüngsten Krisen haben offenbart, dass der angestrebte Pfad einer tiefergehenden Integration der Staaten durch ökonomische Probleme einzelner Mitgliedsstaaten zu scheitern droht. Machtkonzentrationen in Brüssel werden zunehmend mit Skepsis bis hin zu offener Ablehnung betrachtet. In der sogenannten Flüchtlingskrise kumulieren diese Verwerfungen und werden zum Thema aktueller Forschungsprojekte, die Anknüpfungspunkte für die Professoren des Studiengangs "Management Soziale Arbeit" bieten.  

Institut für unbemannte Systeme (IuS)

Prof. Dr. Del Re

Studie über die öffentliche Wahrnehmung von Drohnen

Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung unbemannter Systeme im zivilen und vor allem im privaten Bereich lag der Forschungsfokus des Instituts für unbemannte Systeme (IuS) bisher vornehmlich in der Evaluierung von Gefährdungs- und Missbrauchspotenzialen, die von im zivilen Sektor eingesetzten Drohnen ausgehen können. Im Rahmen dieser Forschungsarbeiten gelang es, das bisher größte Drittmittelprojekt in der Hochschulgeschichte der NBS einzuwerben.

Innerhalb des vom Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz (BMJV) beauftragten Projekts sollten aus zunächst zu evaluierenden Gefahren- und Missbrauchsmöglichkeiten, die von eingesetzten Drohnen ausgehen können, rechtlicher Handlungsbedarf abgeleitet werden. Die Projektumsetzung erfolgte unter der Leitung von Prof. Dr. Del Re in Zusammenarbeit mit der Rechtsanwaltskanzlei Taylor Wessing und dem Beratungsunternehmen CHCon GmbH; das Projekt wurde im Herbst 2016 abgeschlossen.

Kooperation mit der Abteilung "Computer Science and Information Engineering", Chang Jung Christian University, Taiwan

Da die NBS Hochschule durch ihren Sitz in Hamburg einen der größten Häfen der Welt vor der Tür hat, ist die Arbeit der taiwanesischen Kollegen zur Thematik "Hochwasserprävention" für Kooperationen sehr interessant. Sowohl der Austausch von Studierenden und Professoren als auch gemeinsame Konferenzen und Seminare sind denkbar.

Eine weitere Möglichkeit der Kooperation sind in Taiwan und Deutschland gemeinsam durchgeführte Studien. Beispielhafte Themen können die Implementierung unbemannter Systeme auf internationalen Märkten, vergleichende Studien der öffentlichen Wahrnehmung in Taiwan und Deutschland oder die soziale Beurteilung von Risiko- und Missbrauchspotenzialen unbemannter Systeme sein. Die vom IuS bereits durchgeführte Studie zum letzteren Thema könnte beispielsweise übersetzt und in Taiwan durchgeführt werden.

Forschungsprojekt (Taiwan) "Rocket"

Derzeit arbeitet das IuS an seiner zweiten empirischen Studie in Bezug auf das Bewusstsein von Gefahren- und Missbrauchspotenzialen im Zusammenhang mit unbemannten Systemen wie beispielsweise Drohen. Hauptziel der Studie ist es, die Szenarien, vor denen sich die meisten Deutschen bedroht fühlen, zu quantifizieren und zu untersuchen, wie sich diese Wahrnehmung im Laufe der Zeit verändert.

Die Umfrage wird mithilfe eines Standard-Fragebogens (Surveymonkey) durchgeführt. Es ist in Planung, die Fragen ins Taiwanesische zu übersetzen und die Studie zeitgleich in Taiwan zu starten. Die Ergebnisse dieser Studie werden die unterschiedlichen Wahrnehmungsweisen der deutschen und taiwanesischen Öffentlichkeit sowie die veränderte Wahrnehmung der deutschen Öffentlichkeit darstellen.

Institut für Unternehmensrechnung, Controlling und Finanzmanagement (IUCF)

Das im Juni 2016 gegründete Institut für Unternehmensrechnung, Controlling und Finanzmanagement (IUCF) unter Leitung von Prof. Dr. Peskes beschäftigte sich zuletzt mit der Finanzierung im Mittelstand. 2017 konnte als Abschluss dieser Forschung die Publikation "Mittelstandsfinanzierung: Rahmenbedingungen, Status Quo und Entwicklung" von den Professoren des Instituts (Prof. Dr. Daube, Prof. Dr. Dobernig, Prof. Dr. Becker und Prof. Dr. Peskes) veröffentlicht werden.

Im akademischen Jahr 2017/2018 möchten die Professoren des IUCF ihre Forschung fortsetzen und sich weiterhin mit dem Schwerpunktthema "Mittelstandsfinanzierung" sowie der Forschung und Förderung im Bereich der Existenzgründung beschäftigen.

Im kommenden akademischen Jahr steht die Forschung moderner und idealerweise innovativer Finanzierungsalternativen für KMU im Vordergrund. Diese Forschungsaktivitäten münden aktuell in einer weiteren umfassenden Veröffentlichung zu diesem Thema.

Optische Inspektionsverfahren für die Qualitätssicherung in der Druckindustrie

Prof. Dr.-Ing. Cornelius Hahlweg

Im Rahmen einer seit über sechs Jahren bestehenden Kooperation mit der Peret GmbH (Italien) werden neue Konzepte zu optischen Inspektionsverfahren für die Qualitätssicherung in der Druckindustrie erforscht und umgesetzt. Dies erfolgt durch Prof. Dr.-Ing. Hahlweg sowie regelmäßig durch in die Projekte eingebundene Studierende. Eine Studentin entwickelte beispielsweise einen Versuchsaufbau für ein Auflichtschattenverfahren zur Untersuchung texturierter Oberflächen (unter Beteiligung von Frau Dr. med. C. Weyer, G&S Gesundheit & Sicherheit für Betriebe GmbH). Die Ergebnisse spiegeln sich in zwei Veröffentlichungen und einer Patentanmeldung wider. Ein anderer Student entwickelte eine digitale Kamera für den Einsatz in optischen Inspektionsgeräten. 

Als Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik e. V. (DWT) hat Prof. Dr. Hahlweg 2017  die Leitung der zweijährlich stattfindenden Tagung "Optik und Optronik in der Wehrtechnik" übernommen. Die Tagung fand vom 25.9.-28.9.2017 an der WTD91 in Meppen statt. Die NBS ist dabei offizieller Mitveranstalter, neben DWT e.V., WTD 91 und der HSU. Das viertägige Programm vereinte namhafte Institute, Firmen und BW-Dienststellen; es wurden über 35 Vorträge gehalten.

Forschung im Sicherheitsmanagement

Im Rahmen der BMBF-Ausschreibung "Anwender innovativ" wurde von Prof. Dr. André Röhl mit dem ASW Nord das Projekt "Tätererkennung und Erstreaktion in der Vortatphase krimineller Handlungen" (TEVOK), mit der Akademie für Notfallmedizin das Projekt "Konzept für Sicherheit und Eigenschutz im Rettungsdienst angesichts dynamischer Risikolagen" (KonSeRett) und mit der Polizeidirektion Braunschweig das Projekt "Kompetenzbasierte Selbstlernkonzepte für Einsatzlagen der Polizei am Beispiel der PD Braunschweig" (SeKoPol) zur Förderung eingereicht. Eine Entscheidung des BMBF hierzu steht noch aus. Als Schwerpunkt der eigenen Forschung ist dabei jeweils die Entwicklung von Kompetenzen für Tätigkeiten mit Sicherheitsbezug vorgesehen.

Zusammen mit der HR Forecast GmbH wurde ein Projekt zur Big-Data-Auswertung von Stellenprofilen für Sicherheitsmanager in digitalen Stellenportalen begonnen. Nach der Identifizierung von Schlüsselbegriffen und der technischen Auswertung folgte zuletzt die inhaltliche Auswertung. Die aktuelle Studie steht hier zum Download bereit: Stellenforecast Sicherheitsmanagement 2018

Unaufmerksamkeits-Blindheit bei sicherheitsrelevanten Ereignissen

Prof. Dr. Reimer Eggers

Die Unaufmerksamkeits-Blindheit (Chabris & Simons, 2011) ist eine Variante der selektiven Aufmerksamkeit: Reize im Fokus der Aufmerksamkeit werden verbessert wahrgenommen, andere dagegen kaum oder gar nicht. Das Erkennen bestimmter Ereignisse oder Gegenstände in komplexen Szenarien ist Alltag für Sicherheitspersonal (z.B. auf Flughäfen). Ausgehend von der „Gorilla-Studie“ stellt sich die Frage, ob dieser Effekt auch in einer realistischeren, sicherheitsrelevanten Szene auftritt.

Die Studierenden des Studienganges „Sicherheitsmanagement“ erstellten ein Video, in welchem mehrere Personen das Blickfeld kreuzen sowie eine Person einen Koffer abstellt und weitergeht. Im Anschluss wurde dieses Video zahlreichen Personen gezeigt. Ein Teil erhielt dabei lediglich den Hinweis „Schauen Sie sich bitte das folgende Video an“, der andere Teil sah es mit der Instruktion „Zählen Sie bitte, wie oft sich Personen die Hand geben und wie oft sich jemand umdreht“. Anschließend wurden die Versuchspersonen nach dem Koffer gefragt.

Von den Personen, die das Video ohne Instruktion sahen, haben 41,8 % den Koffer nicht bemerkt. Von den Personen, die das Video mit der Instruktion anschauten, haben 66,6 % den Koffer nicht bemerkt. Die Daten zeigen, dass die Unaufmerksamkeits-Blindheit auch in einer Szene zum Tragen kommt, die eine sicherheitsrelevante Situation simuliert. Wenn Sicherheitsfachkräfte instruiert werden, auf bestimmte Aspekte besonders zu achten, kann dies demnach zur Folge haben, dass unerwartete, aber trotzdem sicherheitsrelevante Geschehnisse übersehen werden.

Derzeit arbeitet Prof. Dr. Eggers daran, die Ergebnisse weiter zu validieren und Ansätze zur Minimierung des Phänomens aufzuzeigen. Im Zuge dessen wurden die Datenerhebung auf berufserfahrene Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten ausgeweitet und die Daten statistisch ausgewertet.

Download eines umfassenderen Berichtes