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Preisgekrönte Ideen für Sicherheit in Hamburg: Verleihung des 3. Hamburger Sicherheitspreises

04.02.2016 09:05   
Preisträger des ersten Platzes

Der erste Platz. V.l.n.r.: Laudator Fritz Horst Melsheimer, Präses der Handeskammer Hamburg, die vier Preisträger Andreas Kölblin, Jörg Mielke, Thomas Wehlte und Prof. Dr. Wilfried Honekamp, Till Walther, Geschäftsführer der NBS und Thomas Model, Leiter der Akademie der Polizei Hamburg

Preisträger des zweiten Platzes

Der zweite Platz. V.l.n.r.: Till Walther, Thomas Model, die zwei Preisträger Viginia Moukouli und Dr. André Röhl, und Laudator Andy Grote, Hamburger Senator für Inneres und Sport

Preisträger des dritten Platzes

Der dritte Platz. V.l.n.r.: Thomas Model, Till Walther, die Preisträgerin Derya Yildirim und Laudatorin Katja Günther, Staatsrätin der Hamburger Justizbehörde

Alle Preisträger des 3. Hamburger Sicherheitspreises


Bereits zum 3. Mal wurde am 03. Februar 2016 der Hamburger Sicherheitspreis verliehen. Vielfältige Beiträge traten den Wettstreit um das innovativste Konzept zur Verbesserung der Inneren Sicherheit in der Freien und Hansestadt Hamburg an. Aus allen Bewerbern wurden in diesem Jahr drei Projekte mit dem renommierten Preis ausgezeichnet. Die Jury setzte sich aus je einem Vertreter der drei Organisatoren zusammen: Die Akademie der Polizei Hamburg, die Handelskammer Hamburg sowie die NBS Northern Business School - Hochschule für Management und Sicherheit (NBS) zeichnen für die Vergabe verantwortlich.

Alle Teilnehmer der Ausschreibung befassten sich auf ganz eigene Weise mit der Lösung komplexer Fragestellungen in der Inneren Sicherheit. Die Themen der preisgekrönten Konzepte waren dabei in diesem Jahr besonders vielfältig. Sie reichten von IT-Datensicherung über die Weiterbildung nicht-behördlicher Akteure bis hin zur Etablierung interkultureller Einsatzberater in der Polizei Hamburg.

Der Sicherheitspreis bietet ein besonderes Forum nicht nur für Wissenschaftler: Jeder kann sich mit seinem Projekt bewerben. So waren auch in diesem Jahr Forscher aus dem Hochschulbereich unter den Preisträgern, aber auch Berater aus dem Sicherheitsgewerbe und Beamte der Polizei Hamburg.

Die Juroren Dr. Claus Liesner von der Handelskammer Hamburg, Daniel Zerbin, Dozent bei der NBS sowie Kriminaldirektor Martin Bähr, Verwaltungsleiter der Akademie der Polizei Hamburg, wählten die Gewinner aus, die am 03. Februar im Rahmen des 10. Runden Tischers "Sicherheit in Hamburg" in der Handelskammer Hamburg ausgezeichnet wurden. Die drei Gewinner erhalten Preisgelder in Höhe von 1.500 Euro, 1.000 Euro und 500 Euro.

1. Platz: "Schnelle IT-Datensicherung vor Ort"

Den ersten Platz belegte das Team bestehend aus Thomas Wehlte, Andreas Kölblin, Jörg Mielke sowie Prof. Dr. Wilfried Honekamp, die mit ihrer technisch innovativen Lösung zur Sicherung ermittlungsrelevanter Daten im Zuge polizeilicher Ermittlungen die Jury überzeugten. Die Forscher entwickelten einen USB-Stick mit einer speziellen Software, welcher die Nachverfolgung einer Cyberattacke auch im Falle eines anschließenden Stromverlustes ermöglicht. Der erste Preis wurden von Fritz Horst Melsheimer, Präses der Handelskammer Hamburg, überreicht, der insbesondere den überzeugenden Praxisbezug zur Polizeiarbeit lobte.

2. Platz: "Kompetenzbasierte Weiterbildung nicht-behördlicher Akteure"

Der zweite Platz ging an Virginia Moukouli und Dr. André Röhl. Sie befassten sich eingehend mit dem sehr aktuellen Thema der Integration von öffentlichen und privaten Akteuren in der Sicherheit. Der Laudator des Preises, der Hamburger Senator für Inneres und Sport, Andy Grote, zeigte besondere Anerkennung für den bedarfsorientierten Ansatz des Konzeptes. Der Vorschlag für eine systematische Fort- und Weiterbildung zur Fortentwicklung gemeinsamer Kompetenzen und Sicherheitsarbeit entspreche außerdem dem grundsätzlichen Kooperationsgedanken von behördlichen und nicht-behördlichen Stellen.

3. Platz und Sonderpreis für Integration: "Interkulturelle Einsatzberater"

Auf dem dritten Platz würdigte die Jury Derya Yildirim, die seit 2001 Polizistin bei der Polizei Hamburg ist, mit dem Sonderpreis für Integration. Sie bewarb sich mit dem Thema "Interkulturelle Einsatzberater", entwickelt mit ihrer Kollegin Miriam Spohn, um den Sicherheitspreis und beeindruckte die Preisrichter, wie auch die Laudatorin, Katja Günther, Staatsrätin der Justizbehörde: Ihr Beitrag war besonders praxisnah auf die Polizeiarbeit in Hamburg zugeschnitten und orientierte sich am tatsächlichen Einsatzgeschehen. Das Konzept baut dabei stark auf Kommunikation sowie auf die interkulturellen Kompetenzen eines heterogenen Teams, welches der Polizei als Einsatzberater zur Seite stehen soll.