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Erfahrungsbericht: Drohnendetektionstest im Volksparkstadion

29.08.2018 12:17   


Mitte August nahmen einige Studierende der Northern Business School an einem Drohnendetektionstest im Volksparkstation teil. Melanie Gemsa, Studentin des Studiengangs "Sicherheitsmanagement", berichtet.

Am 15.08.2018 hat der Verband für Sicherheitstechnik e.V. Probanden zum Drohnendetektionstest eingeladen. Die Veranstaltung begann um 13 Uhr vor der Pressestelle am Volksparkstadion, wo wir direkt sehr nett und höflich empfangen worden sind und einen Tagesmitarbeiterausweis erhalten haben. Von dort aus ging es zunächst in den Pressekonferenzraum des HSV, der uns für die Veranstaltung bis 16 Uhr zur Verfügung stand. Als sich alle Teilnehmer dort versammelt haben, wurde uns das Forschungsprojekt genauer vorgestellt.

Das Projekt "ArGUS schützt vor Drohnen-Bedrohung" vom Frauenhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB) soll zum Schutz der Zivilbevölkerung etwa bei Großveranstaltungen dienen. Durch das Projekt wird versucht, Schnittstellen zu Anwendern herzustellen. Bislang gibt es 180 denkbare verschiedene Szenarien. Das ganze Projekt läuft insgesamt drei Jahre und ist im September 2018 ungefähr bei der Hälfte der Laufzeit angekommen.

Die Aufgabe für uns Probanden an dem Tag war es, die Testflüge, welche mühsam organisiert werden mussten, einfach auf uns wirken zu lassen. Wir wurden gebeten, etwas über die Kommunikation, die Wahrnehmung und die Akustik der Drohnen zu notieren, um später ein anschließendes Feedback geben zu können.

Die Drohnen kamen von außen ins Stadion hereingeflogen. Jede Drohne hatte etwas Einzigartiges. Einige wurden z. B. mit Gegenständen präpariert, welche dann Pulver abgeschossen haben, bei anderen wurde im Hintergrund Musik abgespielt, um zu demonstrieren, wie gefährlich solche Drohnen eigentlich sein können, da man sie schnell nicht mehr sehen konnte und sie durch die Geräuschkulisse erst sehr spät bemerkt wurden.

Abschließend gab es eine Feedbackrunde und einen kleinen Fragebogen, in dem wir unsere Gedanken und Gefühle zu den Testflügen notieren konnten. Ziel dieses Projektes soll ein Assistenzsystem sein, mit dem Drohnen im Hinblick auf das, was sie können und was sie eventuell vorhaben, klassifiziert werden können. Außerdem soll alles auf verschiedenen Veranstaltungen anwendbar und übertragbar gemacht werden. 

Zum Schluss wurden wir noch eingeladen, uns das Fußballtestspiel des HSV gegen den FC Bayern München anzugucken. Im Großen und Ganzen war es eine interessante Veranstaltung, bei der einem erst so richtig bewusst wurde, was Drohnen für ein Gefährdungspotenzial haben können.