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Bologna-Prozess und Europäischer Hochschulraum

Studierende und Forscher sind mobiler, flexibler und internationaler als je zuvor. Wissen kennt keine Landesgrenzen. Internationalisierung ist ein Reformschrittmacher für die Entwicklung und Modernisierung des Hochschulwesens. Die Hochschulen müssen sich im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe bewähren.

Gemeinsam mit seinen europäischen Nachbarn hat sich Deutschland daher 1999 in Bologna das Ziel gesetzt, bis zum Jahre 2010 einen gemeinsamen europäischen Hochschulraum zu schaffen. Der Bologna-Prozess ist die wohl tiefgreifendste Hochschulreform der letzten Jahre. Durch den Bologna-Prozess wächst Europa im Hochschulbereich stärker zusammen und ermöglicht so eine bessere Nutzung des vorhandenen Wissenspotentials.

Kernelement des geplanten gemeinsamen europäischen Hochschulraums ist die Einführung eines gestuften Studiensystems aus Bachelor und Master mit europaweit vergleichbaren Abschlüssen.

Weitere Elemente des Vereinheitlichungsprozesses sind die Einführung eines Leistungspunktesystems (ECTS), die europäische Zusammenarbeit im Bereich der Qualitätssicherung und die Förderung des Lebenslangen Lernens sowie die Mobilität der Studierenden. Weitere Informationen zum ECTS finden Sie hier (Quelle: DIE ZEIT, 30.10.2008, Seite 77).

Insgesamt haben sich bislang 45 Staaten der Bologna-Erklärung angeschlossen:

Albanien, Andorra, Armenien, Aserbaidschan, Belgien, Bosnien/ Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Georgien, Griechenland, Island, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Mazedonien, Moldau, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal Rumänien, Russische Föderation, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, Ukraine, Ungarn, Vatikanstadt, Großbritannien, Zypern.

 

Das neue System der gestuften Studiengänge ist in der Bundesrepublik Deutschland bereits weitgehend umgesetzt. So wurden nach Angaben der Hochschulrektorenkonferenz im Sommersemester 2009 bereits 5.309 Bachelor- und 4.201 Masterstudiengänge, aber nur noch 769 Diplomstudiengänge an deutschen Hochschulen angeboten.


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Sehen Sie hier einen Beitrag von Hamburg 1 über die NBS. Studenten, Vertreter der Wirtschaft und NBS-Geschäftsführer Mirko Knappe äußern sich in dem Beitrag.

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