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NBS-Research Fellow Marcel Schütz. Bild: Hendrik Moedden.

Wie können Ressourcen und Tempo beim Impfen optimiert werden? – Über diese Frage wird seit Wochen in Deutschland kontrovers diskutiert. Der Radiosender Deutschlandfunk Kultur sprach darüber mit Marcel Schütz, Dozent und Research Fellow an der NBS Hochschule in Hamburg.

In der Sendung "Studio 9" war am Freitagabend der NBS-Organisationsforscher Marcel Schütz zu hören. In dem kurzen Interview ging es um die anspruchsvollen Abläufe eines großflächigen Impfmanagements. Marcel Schütz wies darauf hin, dass sich ähnliche Hürden und Improvisationen, wie sie gegenwärtig zu sehen sind, auch in klassischen Organisationen finden lassen. Zu der häufig diskutierten Frage, ob der Föderalismus der Virenbekämpfung im Wege stehe, lautet die Einschätzung des Wissenschaftlers, dass zentrale und dezentrale Entscheidungsebenen beiderseits ihre Vor- und Nachteile mit sich bringen:

Generell sei der Föderalismus positiv einzuschätzen, da er konkrete regionale Entscheidungen erlaube, die sich nach den tatsächlichen, teilweise sehr unterschiedlichen Virenbelastungen vor Ort richteten. Vorteilhaft sei zum Beispiel das schnellere Entscheiden an der "Basis" des Geschehens. Gleichzeitig, so Schütz, werde ein möglicher "Wildwuchs" regionaler Bestimmungen bei der zentralen Entscheidungsfindung vermieden. Weiterhin ergänzt der Wissenschaftler: "Daher gibt es wohl auch diese Kompromisslösung regelmäßiger Abstimmungen zwischen dem Kanzleramt und den Ministerpräsident/-innen; eben um nationale und regionale Interessen soweit es geht abzustimmen."

Auch in der Vergangenheit hat sich Schütz, der an der NBS unter anderem Projektmanagement unterrichtet, wiederholt zu organisatorischen und gesellschaftlichen Fragen rund um Corona geäußert. Über die schwierige Prognostizierbarkeit einer pandemischen Lage erschien von ihm noch vor der sogenannten "zweiten Welle" ein größerer Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung.

Das Interview im Deutschlandfunk Kultur ist online unter diesem Link nachzuhören.

Marcel Schütz lehrt an der Northern Business School Hamburg. Seine Schwerpunkte liegen u. a. in der Organisations- und Managementforschung. Kontakt: schuetz[at]nbs.de.

Die NBS Northern Business School – University of Applied Services ist eine staatlich anerkannte Hochschule, die Vollzeit-Studiengänge sowie berufs- und ausbildungs-begleitende Studiengänge in Hamburg anbietet. Zum derzeitigen Studienangebot gehören die Studiengänge Betriebswirtschaft (B.A.), Sicherheitsmanagement (B.A.), Soziale Arbeit (B.A.), Business Management (M.A.) und Real Estate Management (M.Sc.).

Ihr Ansprechpartner für die Pressearbeit an der NBS Hochschule ist Frau Kathrin Markus (markus[at]nbs.de). Sie finden den Pressedienst der NBS mit allen Fachthemen, die unsere Wissenschaftler abdecken, unter www.nbs.de/die-nbs/presse/expertendienst.