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Prof. Dr. Carl Heinz Daube ist Prorektor Forschung und Professor für Finanzmanagement an der NBS Hochschule in Hamburg.

Der 2007 gegründete Finanzplatz Hamburg e.V. umfasst 110 Mitglieder aus der Finanzbranche in Hamburg und Umgebung und stärkt durch diesen Zusammenschluss die Wettbewerbsposition der Metropolregion im deutschen Markt. Prof. Dr. Carl Heinz Daube, Prorektor Forschung an der NBS Hochschule in Hamburg, zählt ebenfalls zu den Mitgliedern (CD Unternehmensberatung). In dem Artikel "Brave New Work" des kürzlich erschienenen Jahrbuchs 2020/21 des Vereins beleuchtet Prof. Dr. Daube die Bedeutung des Homeoffice bzw. des Einfluss auf die Banken- und Versicherungsbranche.

Die Umstellung auf Homeoffice-Arbeit, so der Professor für Finanzmanagement, sei in der Finanzbranche umgreifend vollzogen worden: So arbeitete die Belegschaft großer Banken wie der DZ Bank (bis zu 90 Prozent) sowie der NORD/LB (60 Prozent) während des "Lockdowns" im Frühjahr 2020 überwiegend von zu Hause aus. Neben den praktischen Hürden galt im Finanzsektor bis dato die ausgeprägte Regulatorik als Haupterschwernis der Heimarbeit. Banken wie die Comdirect konnten diesbezügliche Datenschutz-Bedenken jedoch erfolgreich eliminieren. Wichtiger als die technische Bereitstellung sei hier die Schulung der Mitarbeiter/-innen in datenschutzrechtlichen Sachverhalten.

Als weiteren, neu zu betrachtenden Aspekt bei der Arbeit aus dem Homeoffice nennt Prof. Daube arbeitsrechtliche Gesichtspunkte wie Zeiterfassung und Unfallversicherung während der Arbeitszeit. Während die Arbeitszeiterfassung im Homeoffice genauso zu erfolgen hat wie im Büro, gelte die Unfallversicherung dort nur eingeschränkt.

Während sich die äußeren Arbeitsbedingungen im Homeoffice zum Teil gut übertragen lassen, sei dies für den persönlichen Kontakt nur schwer möglich. Dieser könne durch Digitalplattformen nur bedingt ersetzt werden. Weiterhin erschwere die Dezentralisierung der Arbeit den Führungskräften die Anleitung ihrer Mitarbeiter/-innen.

Die veränderte Arbeitssituation beeinflusse auch angrenzende Bereiche: Während der Gewerbeimmobilien-Markt einen Nachfrage-Rückgang erfährt, profitiert die Umwelt vom starken Rückgang des (Dienst-)Reiseverkehrs.

Für den Finanzplatz, so Prof. Dr. Daube, bringe die Homeoffice-Arbeit viele Vorteile mit: So könne durch die Reduktion von Fixkosten, wie z. B. für die Büroraummiete, das freigesetzte Kapital in die Digitalisierung und Modernisierung von Geschäftsprozessen investiert werden. Auch steigere die Kombination stationärer und mobiler Arbeit und die damit verbundene Flexibilitäts-Steigerung die Attraktivität Hamburger Arbeitgeber.

Darüber hinaus veröffentlichte der Finanzplatz Hamburg e.V. kürzlich das Fact Book zur Wissenschaft für die Finanzwirtschaft, das die wissenschaftlichen Kooperationspartner des Vereins enthält. Darunter auch das Institut für Unternehmensrechnung, Controlling und Finanzmanagement (IUCF) der NBS Hochschule, das u. a. studentische Vorhaben der Existenzgründung fördert und an der Entwicklung betriebswirtschaftlicher Module an der Hochschule mitwirkt. Das Fact Book 20/21 ist online auf der Website des Finanzplatzes Hamburg abrufbar.

Kontakt: Prof. Dr. Carl Heinz Daube, Prorektor Forschung und Professor für Finanzmanagement, daube[at]nbs.de.

Die NBS Northern Business School – University of Applied Services ist eine staatlich anerkannte Hochschule, die Vollzeit-Studiengänge sowie berufs- und ausbildungs-begleitende Studiengänge in Hamburg anbietet. Zum derzeitigen Studienangebot gehören die Studiengänge Betriebswirtschaft (B.A.), Sicherheitsmanagement (B.A.), Soziale Arbeit (B.A.), Business Management (M.A.) und Real Estate Management (M.Sc.).

Ihr Ansprechpartner für die Pressearbeit an der NBS Hochschule ist Frau Kathrin Markus (markus[at]nbs.de). Sie finden den Pressedienst der NBS mit allen Fachthemen, die unsere Wissenschaftler abdecken, unter www.nbs.de/die-nbs/presse/expertendienst.