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Jacqueline Deenik studiert an der NBS im 6. Semester Betriebswirtschaft (B.A.) mit den Kompetenzfeldern Operatives Marketingmanagement und Wirtschaftspsychologie. Derzeit verbringt sie ihr Praxissemester in der Dominikanischen Republik. Nach einem Monat vor Ort haben wir mit ihr über ihre ersten Eindrücke gesprochen.

NBS: Frau Deenik, was genau machen Sie in der Dominikanischen Republik?

Deenik: Ich verbringe hier mein Praxissemester, das in meinem Studiengang fest integriert ist. Ob wir an ein deutsches Unternehmen gehen oder uns einen Platz im Ausland suchen, ist dabei uns überlassen. Ich habe ein Praktikum in der Außenhandelskammer in Santo Domingo gefunden und werde hier einige Monate arbeiten.

NBS: Wie waren die ersten Tage und wie gefällt Ihnen Ihr Praktikum bisher?

Deenik: Das Praktikum in der AHK in Santo Domingo gefällt mir sehr gut, alle Mitarbeiter sind sehr hilfsbereit, verständnisvoll und nett. Ich wurde sehr herzlich aufgenommen und werde in die tägliche Arbeit miteinbezogen.

NBS: Gibt es auch negative Eindrücke?

Deenik: Die Arbeit auf einer karibischen Insel gestaltet sich auf jeden Fall sehr anders als in Deutschland. Hier wartet man durchaus mal mehrere Monate auf eine Antwort oder einen Rückruf. Die Angestellten sind oft sehr unmotiviert und arbeiten ineffizient. Die AHK stellt hier zum Glück eine Ausnahme dar, doch generell musste ich mich erstmal daran gewöhnen. Generell herrscht hier viel Armut und die Menschen verdienen sehr wenig, was natürlich nicht zur Arbeitsmotivation beiträgt.

NBS: Was ist Ihr Zwischenfazit nach einem Monat?

Deenik: Ich fühle mich in Santo Domingo sehr wohl. Die Sonne scheint jeden Tag und die meisten Menschen sind trotz der Armut sehr fröhlich und freundlich. Das Land hat – besonders was die Natur betrifft – sehr viel zu bieten und ich bin immer wieder erstaunt über die wunderschöne Landschaft.

NBS: Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin eine gute Zeit vor Ort!

Adrian Jakubczyk studiert Betriebswirtschaft (B.A.) mit den Kompetenzfeldern "International Management" und "Strategisches Marketingmanagement" an der NBS und befindet sich derzeit im sechsten Semester. Sein Praxissemester verbringt er in Barcelona (Spanien). Hier berichtet er von seinen Erfahrungen.

Ich habe mich dazu entschieden ein Praktikum in Barcelona für 5 Monate zu machen. Es ist nun schon April und nach 2,5 Monaten in Spanien kann ich sagen, dass ich mehr als begeistert bin. Spanien hat mich schon immer fasziniert. Vor allem die Sprache und das Land selbst. Am meisten beeindrucken mich hier die Aktivitäten, die ich außerhalb meines Praktikums unternehmen kann: Wandern am Montserrat, Joggen im Park Güell oder Surfen am Strand, alles ist möglich, da auch im April die Sonne jeden Tag bei durchschnittlich 17 Grad scheint. Man scheint hier viel aktiver sein zu wollen, da man bei dem tollen Wetter kaum drinnen Zeit verbringen möchte.

Mein Praktikum finde ich soweit auch sehr toll. Meine Aufgaben sind vielfältig gestaltet und ziemlich an meinen Studiengang BWL angepasst. Das Team ist vielfältig, weshalb es nicht am Kulturaustausch mangelt. Am Wochenende gehen wir zusammen immer feiern. Unter anderem arbeiten man mit Franzosen, Italienern, Engländern, Brasilianern und natürlich vielen Spaniern (oder vielleicht besser, wenn ich Katalanen sage). Da die Katalanen gerne ausschlafen, beginnt meine Arbeit erst um 10 und endet um 19 Uhr. Natürlich freue ich mich, morgens ausschlafen zu können, doch als Deutscher stehe ich lieber früh auf und gehe auch früher nach Hause. Da ich gleichzeitig jeden zweiten Tag Sport treibe und viel Spanisch lerne, bleibt mir nur sehr wenig Zeit unter der Woche, sodass ich oft erst um 23 Uhr im Bett bin.

Alles in allem ist es allerdings eine wunderbare Erfahrung für mich. Ich lerne viele nette Leute kennen, lerne die Sprache, bekomme einen Blick in das Arbeitsleben eines anderen Landes und am Wichtigsten: Ich mache eine neue einzigartige Erfahrung für mich selbst.

Joolie Kunow studiert Betriebswirtschaft (B.A.) an der NBS und kommt im September ins sechste Semester. Derzeit befindet sie sich im Praxissemester – und das etwa achttausend Kilometer von Hamburg entfernt: in Qingdao, China. Dort arbeitet sie für ein halbes Jahr in der Marketingabteilung vom "XMandarin Chinese Language Centre". Wir haben mit ihr über ihre Motivation und ersten Eindrücke gesprochen. 

NBS: Frau Kunow, Sie hätten es sich ja durchaus einfacher machen und einen Praktikumsbetrieb in Hamburg suchen können. Also: Warum China?

Kunow: Auf mich übte China immer schon eine besondere Faszination aus. Mit mehr als 1,363 Mrd. Einwohnern ist es das bevölkerungsreichste Land der Welt und gilt auch sonst als Land der Rekorde. Also warum China? Ich glaube, dass es bei allen Studenten – egal aus welchem Bereich – den Horizont erweitert, einige Zeit im Ausland zu leben und zu arbeiten. China hat die älteste Kultur der Welt und Chinesisch ist die einzige Sprache der Welt, die bis heute weitergetragen wurde und erhalten blieb. Dies finde ich sehr beeindruckend.

NBS: Klingt logisch. Aber hätte es ein englischsprachiges Land nicht auch getan? Chinesisch gilt ja nun nicht gerade als die einfachste Sprache.

Kunow: Das denken viele, aber ich sehe es anders: Ein Viertel der Menschheit spricht Chinesisch. Ich glaube, wenn man Deutsch, Englisch und Chinesisch spricht, stehen einem beruflich so ziemlich alle Türen offen. Außerdem habe ich bisher das Gefühl, dass Mandarin einfacher zu lernen ist, als viele denken – zumindest was das Sprechen und Verstehen anbelangt. Darüber hinaus war es mir wichtig, in ein Land zu gehen, in das nicht jeder reist, um später aus der Masse herauszustechen.

NBS: Sie sind ja jetzt erst seit einigen Wochen in China. Wie sind die ersten Eindrücke? Was macht das Leben in diesem Land für Sie aus?

Kunow: Ich kann schon nach der kurzen Zeit sagen, dass ich noch nie in einem Land so herzlich aufgenommen wurde und mich so wohl gefühlt habe wie in China. Die Frage, was das Leben hier ausmacht, ist nicht so leicht zu beantworten: der Drang zur Moderne vielleicht, die auffällige Architektur, aber auch die Disziplin, Höflichkeit und unheimliche Freundlichkeit der Menschen hier. Außerdem – für Studenten vielleicht vor allem interessant – sind Dinge wie öffentliche Verkehrsmittel oder Auswärts-Essengehen sehr günstig, was natürlich ein Pluspunkt ist.

NBS: Und wo genau machen Sie Ihr Praktikum? Was sind Ihre Aufgaben?

Kunow: XMandarin ist eine internationale, offiziell eingetragene Sprachschule für Chinesisch, Japanisch, Koreanisch und Englisch, die seit über 20 Jahren existiert. Das Unternehmen bietet unterschiedliche Lernprogramme, aber auch zusätzliche Angebote wie Kochkurse und andere gemeinsame Aktivitäten an. Ich beschäftige mich vor allem mit den Bereichen "Marketing" und "Development" und darf unter anderem eigenständig neue Kooperationen – beispielsweise zu Universitäten und Schulen in Deutschland – anbahnen. Wer mehr erfahren möchte, kann auch gerne meinem Blog folgen: https://learnchineseinqingdao.wordpress.com.

NBS: Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Spaß!

Henry Lührs studiert Betriebswirtschaft (B.A.) mit den Kompetenzfeldern "International Management" und "International Trade" an der NBS und hat sein Praxissemester in Neuseeland verbracht. Hier berichtet er von seinen Erfahrungen.

Als es darum ging, einen Praktikumsplatz zu finden, war mir relativ schnell klar, dass ich dieses gerne mit einem Auslandsaufenthalt verbinden möchte. Ein Hauptgrund war für mich, meine Englischkenntnisse weiter zu verbessern, und dafür ist ein englischsprachiges Land bekanntlich am geeignetsten. Neben dieser Gegebenheit bietet Neuseeland eine fantastische und abwechslungsreiche Landschaft, die man beispielsweise durch Wochenendausflüge sehr gut erkunden kann. Darüber hinaus sind die Menschen vor Ort überaus freundlich, offen und hilfsbereit, wodurch es für mich sehr einfach war, mich dort wohlzufühlen. Das Land bietet neben der schönen Landschaft viele weitere Aktivitäten wie Wandern oder Surfen. Auch das Wetter ist selbst im Herbst und zu Beginn des Winters sehr angenehm und lässt sich eher mit deutschen Frühlingstemperaturen vergleichen. Gerade in Hawke's Bay, wo ich mein Praktikum absolviert habe, ist es meistens sonnig, weshalb die Gegend auch "Sunny Hawke's Bay" genannt wird. Die kleinen Herausforderungen im Alltag, die in einem fremden Land entstehen, lassen sich dadurch ebenfalls leicht bewältigen. Da das Land von vielen jungen Leuten zum Backpacking genutzt wird, fällt es außerdem nicht schwer, vor Ort Kontakte zu knüpfen und Menschen aus allen Teilen der Erde kennenzulernen.

Neben den sozialen und landschaftlichen Aspekten kann ich ein Praktikum im Ausland und gerade in Neuseeland auch aus Berufserfahrungsaspekten sehr empfehlen. Das Land ist durch die landwirtschaftlichen Gegebenheiten sehr stark im Fruchtexport, weshalb ich mein Praktikum bei einem Apfelexporteur gemacht habe. Neben dem täglichen Englischsprechen konnte ich Einblick in ein international agierendes Unternehmen erhalten, welches Äpfel in alle Kontinente exportiert. Die sich dadurch ergebenen interkulturellen Herausforderungen waren sehr spannend und bereiten einen gut auf die Arbeit in einer globalisierten Welt vor. Darüber hinaus hatte ich das Glück, mit Menschen aus allen Teilen der Welt zusammenzuarbeiten.

Alles in allem kann ich jedem ein Auslandspraktikum sehr empfehlen. Neben den genannten Punkten erweitert man dadurch seinen Horizont und sammelt viele tolle Erfahrungen, die einen das ganze Leben begleiten werden.

Annadora Prinz studiert an der NBS im sechsten Semester Betriebswirtschaft (B.A.) mit den Kompetenzfeldern "International Management" und "Controlling". Zur Zeit verbringt sie ihr Praxissemester bei der Eckes-Granini Austria GmbH in der Abteilung International Business Development in Linz, Österreich. Hier berichtet sie von ihren Erlebnisse und Eindrücken.

Schon zu Beginn meines Studiums war mir klar, dass ich im Rahmen des Praxissemesters gerne noch einmal ins Ausland gehen möchte. Dass es letztendlich nach Österreich geht, hätte ich jedoch nicht gedacht.

Doch nach den ersten Monaten hier kann ich sagen, dass sich diese Entscheidung jetzt bereits ausgezahlt hat! Das Team in der Abteilung International Business Development ist sehr freundlich und die Aufgaben im Bereich Controlling/Finance sind vielfältig und lehrreich. Durch die lockere Atmosphäre im Team fühlte ich mich schnell willkommen und gehe hier gerne zur Arbeit.

Um ehrlich zu sein, hatte ich mir vorgestellt, dass das Leben und die Kultur in Österreich keine großen Unterschiede zu Deutschland bereithalten. In diesem Punkt habe ich mich allerdings geirrt. Die Mentalität der Menschen hier ist wirklich anders als bei uns im Norden von Deutschland. Auch die sprachliche Barriere ist gar nicht so klein wie gedacht und ich musste mich die ersten Wochen im Büro wirklich anstrengen, etwas zu verstehen.

Dadurch, dass ich in einer WG mit drei Studentinnen aus unterschiedlichen Nationen lebe, wird es auch nach Feierabend nicht langweilig und wir verstehen uns alle sehr. Wir wohnen direkt im Zentrum von Linz, wo man abends gut zum Sport oder ausgehen kann.

An den Wochenenden bin ich bisher mit den anderen Praktikanten z. B. nach München zum Oktoberfest, Prag oder Salzburg gefahren, war in Linz mit meinen Mitbewohnerinnen feiern oder hab Besuch aus der Heimat bekommen. Natürlich bin ich auch schon in die Berge gefahren, der Sommer hält hier im Süden zum Glück ja ein wenig länger an als bei uns im Norden! Ski fahren geht’s dann nach Weihnachten. Für Langeweile war bisher keine Zeit. Ich genieße hier sowohl die Arbeit als auch die Freizeit sehr.

Ich kann es wirklich nur empfehlen, das Praxissemester in Österreich zu absolvieren. Die Betreuung der NBS vor Praktikumsbeginn auch hinsichtlich der Bereitstellung der Erasmus+-Fördergelder verlief reibungslos und ermöglicht mir hier eine wirklich tolle Zeit!

Jana Ruser, die an der NBS Northern Business School im sechsten Semester Betriebswirtschaft (B.A.) mit dem Schwerpunkt Tourismus- und Eventmanagement studiert, verbringt derzeit ihr Praxissemester in Japan, wo sie bei der Firma Daimler angestellt ist. Nach einigen Wochen in Japan berichtet sie, wie es ihr bisher ergangen ist:

Der erste Monat war für mich sehr aufregend und gerade die ersten Wochen im Praktikum ein wenig anstrengend. In meinem Team wurde ich sehr gut aufgenommen – genauso wie im Unternehmen selbst. Der "kulturelle Schock", vor dem ich zuvor Sorge hatte, blieb dann aber doch aus, denn die Hälfte des gesamten Teams am Standort ist Deutsch bzw. international gemischt. Trotzdem habe ich die Möglichkeit, viel in Englisch und Japanisch zu reden. Mein Boss selber spricht tatsächlich kein Japanisch und gerade bei den täglichen Shop Floor Meetings mit unserer japanischen Partner-Logistik-Firma habe ich öfters die Möglichkeit, beim Übersetzen zu helfen.

In der ersten Woche bin ich gleich in eine Projekt-Deadline gerutscht, weswegen ich schon volles Programm hatte – aber danach hat es sich schnell beruhigt und langsam habe ich einen regelmäßigen Arbeitsalltag und auch eigene "Daily Tasks". Eine meiner Langzeit-Aufgaben ist es, einen Teil der Aufgaben meines Teams zusammenzufassen und zu schauen, wo unnötiger Aufwand betrieben wird oder wie man gewisse Bereiche schneller erledigen kann. Es ist ein recht guter Mix aus teilweise vollbeschäftigten Tageszeiten und ruhigeren – und da alle Departments des Unternehmens hier am selben Ort sitzen, bekommt man tatsächlich einiges mit.

Ein bisschen zum Land, meiner Ankunft oder "dem Leben" hier: Zum einen habe ich Glück mit meinem Startmonat – denn ich hatte schon zwei lange Wochenenden durch japanische Feiertage. :-) In meiner Unterkunft, einem sogenannten Sharehouse, bin ich auch gut angekommen und habe mich mittlerweile eingelebt. Ich lebe zusammen mit zwei Japanern und einem Inder (also auch hier der gute kulturelle Mix). Allgemein sind meine Mitbewohner gut auszuhalten und man sieht sich durch die unterschiedlichen Arbeitszeiten und Tagespläne doch eher seltener.

Drei Wochen nach mir hat bei uns (in einem anderen Team) ein Praktikant aus den Philippinen angefangen und lustiger Weise wohnt dieser auch in meinem Häuserblock – was ist die Welt doch klein! Die Gegend, in welcher ich lebe und arbeite, ist doch ein kleiner Unterschied zu der Großstadt Tokyo selbst. Neben einer Bahnfahrt muss ich auch noch 15 Minuten mit dem Bus fahren, um endlich an unserem Standort anzukommen, aber die Abwechslung zu der japanischen Metropole ist doch recht entspannend.

Das Panorama von meinem Büro ist eine herrliche Berglandschaft im Hintergrund und gleich um die Ecke ist ein riesiger Fluss (direkt neben meinem Haus übrigens auch ein kleiner sowie etliche weitere in der Gegend. Ich verstehe langsam, warum die Präfektur "KanaGAWA" von "Kawa" = "Fluss" heißt).

Gleich in meiner zweiten Woche erlebte ich meinen ersten Taifun, welcher direkt auf Kanagawa und Tokyo traf. Zwar war meine Gegend weniger betroffen als andere, jedoch wurde in der Nacht von 10 Uhr abends bis 9 Uhr morgens der komplette Bahnverkehr in Tokyo eingestellt – mit Zur-Arbeit-Kommen war es für die ganze Stadt schwierig. Meine Bahnen sind um 9:30 Uhr morgens wieder (unregelmäßig) aktiv gewesen – andere waren jedoch bis zum Nachmittag komplett außer Betrieb.

Auch die extreme Hitze hier im Sommer habe ich noch gut mitbekommen. Die letzten Wochen war es fast immer über 30, gefühlte 36 bis 38 Grad. Die Luft steht dabei und es ähnelt doch sehr einer Sauna. Wenn ich bedenke, dass es (nach Berichten meiner Freunde) schon "besser" geworden ist als einen Monat zuvor, möchte ich gar nicht wissen, wie es die nächsten Jahre wird. Nun sind wir bei durchschnittlich 20-24 Grad angekommen und meine Hamburger Seele kann auch endlich wieder durchatmen. :-)

An den Wochenenden bin ich oft in Tokyo und habe auch schon voll das kulinarische Spektrum ausgenutzt. Ansonsten habe ich mich nun tatsächlich langsam eingelebt, bin nach der Arbeit nicht mehr komplett ausgelaugt – und freue mich auf die weiteren Monate.