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Joolie Kunow studiert Betriebswirtschaft (B.A.) an der NBS und kommt im September ins sechste Semester. Derzeit befindet sie sich im Praxissemester – und das etwa achttausend Kilometer von Hamburg entfernt: in Qingdao, China. Dort arbeitet sie für ein halbes Jahr in der Marketingabteilung vom "XMandarin Chinese Language Centre". Wir haben mit ihr über ihre Motivation und ersten Eindrücke gesprochen. 

NBS: Frau Kunow, Sie hätten es sich ja durchaus einfacher machen und einen Praktikumsbetrieb in Hamburg suchen können. Also: Warum China?

Kunow: Auf mich übte China immer schon eine besondere Faszination aus. Mit mehr als 1,363 Mrd. Einwohnern ist es das bevölkerungsreichste Land der Welt und gilt auch sonst als Land der Rekorde. Also warum China? Ich glaube, dass es bei allen Studenten – egal aus welchem Bereich – den Horizont erweitert, einige Zeit im Ausland zu leben und zu arbeiten. China hat die älteste Kultur der Welt und Chinesisch ist die einzige Sprache der Welt, die bis heute weitergetragen wurde und erhalten blieb. Dies finde ich sehr beeindruckend.

NBS: Klingt logisch. Aber hätte es ein englischsprachiges Land nicht auch getan? Chinesisch gilt ja nun nicht gerade als die einfachste Sprache.

Kunow: Das denken viele, aber ich sehe es anders: Ein Viertel der Menschheit spricht Chinesisch. Ich glaube, wenn man Deutsch, Englisch und Chinesisch spricht, stehen einem beruflich so ziemlich alle Türen offen. Außerdem habe ich bisher das Gefühl, dass Mandarin einfacher zu lernen ist, als viele denken – zumindest was das Sprechen und Verstehen anbelangt. Darüber hinaus war es mir wichtig, in ein Land zu gehen, in das nicht jeder reist, um später aus der Masse herauszustechen.

NBS: Sie sind ja jetzt erst seit einigen Wochen in China. Wie sind die ersten Eindrücke? Was macht das Leben in diesem Land für Sie aus?

Kunow: Ich kann schon nach der kurzen Zeit sagen, dass ich noch nie in einem Land so herzlich aufgenommen wurde und mich so wohl gefühlt habe wie in China. Die Frage, was das Leben hier ausmacht, ist nicht so leicht zu beantworten: der Drang zur Moderne vielleicht, die auffällige Architektur, aber auch die Disziplin, Höflichkeit und unheimliche Freundlichkeit der Menschen hier. Außerdem – für Studenten vielleicht vor allem interessant – sind Dinge wie öffentliche Verkehrsmittel oder Auswärts-Essengehen sehr günstig, was natürlich ein Pluspunkt ist.

NBS: Und wo genau machen Sie Ihr Praktikum? Was sind Ihre Aufgaben?

Kunow: XMandarin ist eine internationale, offiziell eingetragene Sprachschule für Chinesisch, Japanisch, Koreanisch und Englisch, die seit über 20 Jahren existiert. Das Unternehmen bietet unterschiedliche Lernprogramme, aber auch zusätzliche Angebote wie Kochkurse und andere gemeinsame Aktivitäten an. Ich beschäftige mich vor allem mit den Bereichen "Marketing" und "Development" und darf unter anderem eigenständig neue Kooperationen – beispielsweise zu Universitäten und Schulen in Deutschland – anbahnen. Wer mehr erfahren möchte, kann auch gerne meinem Blog folgen: https://learnchineseinqingdao.wordpress.com.

NBS: Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Spaß!