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Adrian Jakubczyk studiert Betriebswirtschaft (B.A.) mit den Kompetenzfeldern "International Management" und "Strategisches Marketingmanagement" an der NBS und befindet sich derzeit im sechsten Semester. Sein Praxissemester verbringt er in Barcelona (Spanien). Hier berichtet er von seinen Erfahrungen.

Ich habe mich dazu entschieden ein Praktikum in Barcelona für 5 Monate zu machen. Es ist nun schon April und nach 2,5 Monaten in Spanien kann ich sagen, dass ich mehr als begeistert bin. Spanien hat mich schon immer fasziniert. Vor allem die Sprache und das Land selbst. Am meisten beeindrucken mich hier die Aktivitäten, die ich außerhalb meines Praktikums unternehmen kann: Wandern am Montserrat, Joggen im Park Güell oder Surfen am Strand, alles ist möglich, da auch im April die Sonne jeden Tag bei durchschnittlich 17 Grad scheint. Man scheint hier viel aktiver sein zu wollen, da man bei dem tollen Wetter kaum drinnen Zeit verbringen möchte.

Mein Praktikum finde ich soweit auch sehr toll. Meine Aufgaben sind vielfältig gestaltet und ziemlich an meinen Studiengang BWL angepasst. Das Team ist vielfältig, weshalb es nicht am Kulturaustausch mangelt. Am Wochenende gehen wir zusammen immer feiern. Unter anderem arbeiten man mit Franzosen, Italienern, Engländern, Brasilianern und natürlich vielen Spaniern (oder vielleicht besser, wenn ich Katalanen sage). Da die Katalanen gerne ausschlafen, beginnt meine Arbeit erst um 10 und endet um 19 Uhr. Natürlich freue ich mich, morgens ausschlafen zu können, doch als Deutscher stehe ich lieber früh auf und gehe auch früher nach Hause. Da ich gleichzeitig jeden zweiten Tag Sport treibe und viel Spanisch lerne, bleibt mir nur sehr wenig Zeit unter der Woche, sodass ich oft erst um 23 Uhr im Bett bin.

Alles in allem ist es allerdings eine wunderbare Erfahrung für mich. Ich lerne viele nette Leute kennen, lerne die Sprache, bekomme einen Blick in das Arbeitsleben eines anderen Landes und am Wichtigsten: Ich mache eine neue einzigartige Erfahrung für mich selbst.

Joolie Kunow studiert Betriebswirtschaft (B.A.) an der NBS und kommt im September ins sechste Semester. Derzeit befindet sie sich im Praxissemester – und das etwa achttausend Kilometer von Hamburg entfernt: in Qingdao, China. Dort arbeitet sie für ein halbes Jahr in der Marketingabteilung vom "XMandarin Chinese Language Centre". Wir haben mit ihr über ihre Motivation und ersten Eindrücke gesprochen. 

NBS: Frau Kunow, Sie hätten es sich ja durchaus einfacher machen und einen Praktikumsbetrieb in Hamburg suchen können. Also: Warum China?

Kunow: Auf mich übte China immer schon eine besondere Faszination aus. Mit mehr als 1,363 Mrd. Einwohnern ist es das bevölkerungsreichste Land der Welt und gilt auch sonst als Land der Rekorde. Also warum China? Ich glaube, dass es bei allen Studenten – egal aus welchem Bereich – den Horizont erweitert, einige Zeit im Ausland zu leben und zu arbeiten. China hat die älteste Kultur der Welt und Chinesisch ist die einzige Sprache der Welt, die bis heute weitergetragen wurde und erhalten blieb. Dies finde ich sehr beeindruckend.

NBS: Klingt logisch. Aber hätte es ein englischsprachiges Land nicht auch getan? Chinesisch gilt ja nun nicht gerade als die einfachste Sprache.

Kunow: Das denken viele, aber ich sehe es anders: Ein Viertel der Menschheit spricht Chinesisch. Ich glaube, wenn man Deutsch, Englisch und Chinesisch spricht, stehen einem beruflich so ziemlich alle Türen offen. Außerdem habe ich bisher das Gefühl, dass Mandarin einfacher zu lernen ist, als viele denken – zumindest was das Sprechen und Verstehen anbelangt. Darüber hinaus war es mir wichtig, in ein Land zu gehen, in das nicht jeder reist, um später aus der Masse herauszustechen.

NBS: Sie sind ja jetzt erst seit einigen Wochen in China. Wie sind die ersten Eindrücke? Was macht das Leben in diesem Land für Sie aus?

Kunow: Ich kann schon nach der kurzen Zeit sagen, dass ich noch nie in einem Land so herzlich aufgenommen wurde und mich so wohl gefühlt habe wie in China. Die Frage, was das Leben hier ausmacht, ist nicht so leicht zu beantworten: der Drang zur Moderne vielleicht, die auffällige Architektur, aber auch die Disziplin, Höflichkeit und unheimliche Freundlichkeit der Menschen hier. Außerdem – für Studenten vielleicht vor allem interessant – sind Dinge wie öffentliche Verkehrsmittel oder Auswärts-Essengehen sehr günstig, was natürlich ein Pluspunkt ist.

NBS: Und wo genau machen Sie Ihr Praktikum? Was sind Ihre Aufgaben?

Kunow: XMandarin ist eine internationale, offiziell eingetragene Sprachschule für Chinesisch, Japanisch, Koreanisch und Englisch, die seit über 20 Jahren existiert. Das Unternehmen bietet unterschiedliche Lernprogramme, aber auch zusätzliche Angebote wie Kochkurse und andere gemeinsame Aktivitäten an. Ich beschäftige mich vor allem mit den Bereichen "Marketing" und "Development" und darf unter anderem eigenständig neue Kooperationen – beispielsweise zu Universitäten und Schulen in Deutschland – anbahnen. Wer mehr erfahren möchte, kann auch gerne meinem Blog folgen: https://learnchineseinqingdao.wordpress.com.

NBS: Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Spaß!

Henry Lührs studiert Betriebswirtschaft (B.A.) mit den Kompetenzfeldern "International Management" und "International Trade" an der NBS und hat sein Praxissemester in Neuseeland verbracht. Hier berichtet er von seinen Erfahrungen.

Als es darum ging, einen Praktikumsplatz zu finden, war mir relativ schnell klar, dass ich dieses gerne mit einem Auslandsaufenthalt verbinden möchte. Ein Hauptgrund war für mich, meine Englischkenntnisse weiter zu verbessern, und dafür ist ein englischsprachiges Land bekanntlich am geeignetsten. Neben dieser Gegebenheit bietet Neuseeland eine fantastische und abwechslungsreiche Landschaft, die man beispielsweise durch Wochenendausflüge sehr gut erkunden kann. Darüber hinaus sind die Menschen vor Ort überaus freundlich, offen und hilfsbereit, wodurch es für mich sehr einfach war, mich dort wohlzufühlen. Das Land bietet neben der schönen Landschaft viele weitere Aktivitäten wie Wandern oder Surfen. Auch das Wetter ist selbst im Herbst und zu Beginn des Winters sehr angenehm und lässt sich eher mit deutschen Frühlingstemperaturen vergleichen. Gerade in Hawke's Bay, wo ich mein Praktikum absolviert habe, ist es meistens sonnig, weshalb die Gegend auch "Sunny Hawke's Bay" genannt wird. Die kleinen Herausforderungen im Alltag, die in einem fremden Land entstehen, lassen sich dadurch ebenfalls leicht bewältigen. Da das Land von vielen jungen Leuten zum Backpacking genutzt wird, fällt es außerdem nicht schwer, vor Ort Kontakte zu knüpfen und Menschen aus allen Teilen der Erde kennenzulernen.

Neben den sozialen und landschaftlichen Aspekten kann ich ein Praktikum im Ausland und gerade in Neuseeland auch aus Berufserfahrungsaspekten sehr empfehlen. Das Land ist durch die landwirtschaftlichen Gegebenheiten sehr stark im Fruchtexport, weshalb ich mein Praktikum bei einem Apfelexporteur gemacht habe. Neben dem täglichen Englischsprechen konnte ich Einblick in ein international agierendes Unternehmen erhalten, welches Äpfel in alle Kontinente exportiert. Die sich dadurch ergebenen interkulturellen Herausforderungen waren sehr spannend und bereiten einen gut auf die Arbeit in einer globalisierten Welt vor. Darüber hinaus hatte ich das Glück, mit Menschen aus allen Teilen der Welt zusammenzuarbeiten.

Alles in allem kann ich jedem ein Auslandspraktikum sehr empfehlen. Neben den genannten Punkten erweitert man dadurch seinen Horizont und sammelt viele tolle Erfahrungen, die einen das ganze Leben begleiten werden.