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Ein Auslandssemester während des Studiums einzulegen kann nicht nur die eigenen Fremdsprachenkenntnisse verbessern, sondern auch die persönliche Entwicklung und die Selbstständigkeit fördern. Nichtsdestotrotz kann diese Entscheidung für viele ein gewaltiger Schritt aus der eigenen "Komfort Zone" heraus sein und um dem einen oder anderen vielleicht doch noch ein paar Ängste diesbezüglich nehmen zu können, freue ich mich, in den nächsten Zeilen ein wenig über meine Erfahrungen im Ausland zu berichten.

Mein Name ist Jacqueline und ich studiere aktuell im 5. Semester Betriebswirtschaftslehre an der Northern Business School. Schon vor Beginn des Studiums habe ich den Entschluss gefasst, dass ich im Laufe meines Bachelors ein Semester an einer ausländischen Hochschule absolvieren möchte, um dadurch zum einen meinen Lebenslauf, zum anderen aber auch meine Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dass es sich bei meinem Reiseziel um Australien handelt, stand relativ schnell fest, doch die Entscheidung für die Universität fiel mir etwas schwerer.

In Australien gibt es eine Reihe an Universitäten quer über das Land verteilt, welche unterschiedliche Spezialisierungenund, vielwichtiger, unterschiedliche Aufnahmegebühren haben. Die Southern Cross University (SCU) in Bilinga fiel mir schnell ins Auge, da es sich bei dieser Universität um eine Partnerhochschule der NBS handelt und ich bereits nur Gutes von der Ansprechpartnerin Michelle Henry gehört hatte. Gut für mich, dass sich diese Universität mitunter auf den Bereich "Tourismus" spezialisiert, wodurch meine Wahl schnell feststand: Ich absolviere mein Auslandssemester auf dem Gold-Coast-Campus der SCU.

Ein Semester im Ausland zu verbringen ist zwar eine tolle, aber auch eine wirklich kostenintensive Erfahrung und kann daher von Anfang an sehr abschreckend wirken. Glücklicherweise gibt es hierfür eine Reihe an Zuschussangeboten, auf welche man sich bewerben kann. Dazu gehört zunächst erst einmal das Auslands-BAföG, welches ich jedem wärmstens ans Herz lege. Auch, wenn einem das Inlands-BAföG verwehrt bleiben sollte, bedeutet das nicht, dass es nicht doch möglich ist, Auslands-BAföG zu erhalten, und das kann letztendlich eine ganze Menge Geld sein. Es handelt sich zwar um viele Dokumente und Formulare, die ausgefüllt und beantragt werden müssen, doch mit etwas Glück kann es sich am Ende wirklich lohnen.

Des Weiteren können über die NBS PROMOS-Mittel in Anspruch genommen werden, wodurch bei erfolgreicher Bewerbung ein Zuschuss vom DAAD bewilligt wird, welcher nicht zurückgezahlt werden muss. Um diesen Zuschuss zu erhalten, muss an einem hochschulinternen Auswahlverfahren teilgenommen werden, und mit Glück bekommt man auch auf diesem Weg etwas mehr Geld in die Reisekasse. Auch kann selbstverständlich auf einen Kredit, wie beispielsweise von der KFW, zurückgegriffen werden, jedoch ist es hierbei sehr wichtig, dass man darauf achtet, dass dieser bei einem beantragten Urlaubssemester an der eigenen Hochschule nicht mehr ausgezahlt wird und die jeweiligen monatlichen Zinsen trotzdem eingezogen werden.

Zusätzlich muss man sich natürlich auch noch mit weiteren Fragen wie der Unterkunft, den Auslandsversicherungen und dem Visum auseinandersetzen. Auf dem Gold-Coast-Campus der SCU gibt es leider nicht die Möglichkeit, zu wohnen, aber mit Hilfe der Uni ist es wirklich leicht, direkt vor Ort eine Wohnmöglichkeit zu ergattern. Die meisten Studenten hier wohnen in WGs direkt in der Nähe der Universität oder am Strand und es ist üblich, dass die Miete wöchentlich bezahlt wird. Meist handelt es sich dabei ungefähr um $ 180 bis $ 230 pro Woche, aber das kommt ganz auf die jeweilige Größe und Lage an. Selbstverständlich muss man für seinen Aufenthalt, am besten frühzeitig, ein Visum beantragen. Für die Universität habe ich das Subclass 500 Studentenvisum beantragt, welches mir erlaubt, parallel neben den Vorlesungen ca. 20 Stunden pro Woche zu arbeiten. Dieses kann jedoch erst online beantragt werden, nachdem man sich offiziell an der Universität eingeschrieben hat, und auch hierfür wird eine Gebühr von $ 575 fällig.

Da nun die wichtigsten Punkte der Vorbereitung geklärt sind, kommen wir zu der Uni an sich: Der Gold-Coast-Campus der SCU liegt nur ein paar Meter vom Bilinga Strand entfernt, sodass man von den höheren Stockwerken aus sogar das Meer und den Strand sehen kann. Die Universität zählt definitiv nicht zu den größten Universitäten Australiens, aber es gibt alles, was man als Student braucht: eine zweistöckige Bibliothek mit vielen Ruheecken, ein kleines Kaffeehäuschen, der sogenannte "Green Room" und genug Plätze innerhalb und außerhalb der Gebäude, um sich auszuruhen, zu unterhalten oder auch zu lernen. Des Weiteren hat man, nachdem man seinen Studentenausweis in der Orientierungswoche erhalten hat, die Möglichkeit, Tag und Nacht alleine in das Gebäude zu gelangen, falls man sich anderswo nicht so gut konzentrieren kann.

Zu Beginn des Semesters gibt es für alle Neuankömmlinge eine Orientierungswoche, die für alle Studenten Pflicht ist. Hier wird man schon am ersten Tag herzlichst empfangen und im Laufe des Nachmittags auf dem Campus herumgeführt. Dafür sind größtenteils die SCU Ambassador, ein Team aus bereits eingeschriebenen Studenten, zuständig und neben Pizza und Getränken hat man gleich die Möglichkeit, seine gesamten Mitstudenten kennenzulernen und sich gegebenenfalls schon zu vernetzen, wenn es um die Unterkunftssuche geht. Auch bietet die SCU einen wahnsinnig guten Studentensupport an, der meiner Meinung nach nicht zu übertreffen ist. Sobald man sich mit etwas überfordert fühlt, seien es Uniprobleme, Familienprobleme, Unterkunftsprobleme mit dem Vermieter oder Beziehungsprobleme, es gibt für alles einen Ansprechpartner, der den Studenten mit Freude zur Seite steht und hilft, wo er kann, damit jedes Problem schnell aus der Welt geschafft wird.

Alles in allem kann ich nur sagen, dass ein Auslandssemester an der Southern Cross University eine wirklich intensive und einmalige Erfahrung ist, in der man nicht nur neue Freunde auf der ganzen Welt findet, sondern auch über sich selber hinauswächst und seinen Horizont erweitert. Man fühlt sich von Anfang an gut aufgehoben und die Nähe zum Meer macht die Zeit natürlich noch umso schöner. Also: Sollte jemand mit dem Gedanken spielen ein Semester im Ausland zu absolvieren, dann meldet euch am besten direkt bei Dr. Rüdiger von Dehn im International Office – er hat mir bei meiner Organisation sehr geholfen und wird das bei euch sicherlich auch gerne tun!  

Als Teil meines Studiums an der NBS habe ich ein Auslandssemester am International College of Management (ICMS) in Sydney wahrgenommen. Die Universität liegt in dem wunderschönen Stadtteil Manly, welcher sich im nördlichen Teil von Sydney befindet und über eine Fähre innerhalb von 30 Minuten für kleines Geld gut zu erreichen ist. Die Uni befindet sich auf einem kleinen Berg, von wo aus man einen tollen Blick über Manly und den Strand hat.

Bewerbungsprozess

Mein Bachelorstudium an der NBS sieht nicht zwangsläufig ein Semester im Ausland vor, aber ich habe für mich persönlich entschieden, dass ich die Gelegenheit wahrnehmen möchte, ein Semester im Ausland zu verbringen. Ich habe mich nach meinem Entschluss an Herrn Dr. von Dehn gewandt und mit ihm meine Möglichkeiten durchgesprochen. Er hat mir verschiedene Universitäten in Europa, den USA sowie in Australien vorgeschlagen. Letztendlich habe ich mich aber für ein Semester in Australien entschlossen. Daraufhin bin ich mit ihm die möglichen Kurse durchgegangen, welche ich am ICMS absolvieren kann, und habe mich dann kurzfristig mit einer Mitarbeiterin vom ICMS in Deutschland in Verbindung gesetzt. Diese unterstützte mich sehr bei dem Bewerbungsprozess. Der ganze Prozess hat inklusive dem passenden Visum, der nötigen Krankenversicherung, bis hin zum Studienvertrag nur wenige Wochen in Anspruch genommen. Die Krankenversicherung sowie das Visum für Australien können online abgeschlossen werden. Dies nimmt etwa eine Stunde in Anspruch.

Die ersten Tage

Anfang September hat mein Semester in Sydney begonnen und wurde mit einer Orientierungswoche eröffnet. Es wurden verschiedene Präsentationen abgehalten, um über den Ablauf des Semesters sowie über das Leben am Campus zu informieren. Zusätzlich wurden über mehrere Tage verschiedene Aktivitäten und Events angeboten, die von der Uni organisiert wurden, um die anderen Studenten besser kennenzulernen.

Unterkunft am Campus

Es gibt die Möglichkeit, die Unterkunft am Campus zu wählen. Diese kann über die Webseite der ICMS gebucht werden und es kann vom Einzelzimmer bis hin zum Vierbettzimmer ausgewählt werden. Hierbei ist es sehr wichtig, schnell zu sein, ansonsten gibt es keine der begehrten Zimmer mehr. Ich habe mich für die Variante am Campus entschieden, mit welcher ich letztendlich sehr zufrieden gewesen bin. Der Preis für das Zimmer beinhaltet zusätzlich 3 Mahlzeiten am Tag, welche teilweise ein wenig gewöhnungsbedürftig sind. Die Zimmer an sich sind weitestgehend renoviert und verfügen über alles, was bei einer Studentenunterkunft erwartet werden kann.

Das Studium

Das Studium am ICMS unterscheidet sich schon ein wenig zu dem an der NBS. Es werden nur 4 Kurse gewählt, mit welchen 30 Credit-Punkte erworben werden. Auf den ersten Blick klingt das ein wenig leichter als bei uns an der NBS mit 6 Kursen im Semester. Sollte man aber den Anspruch haben, gute Noten zu erzielen, ist dies mit ein wenig Aufwand verbunden. Ein Semester am ICMS ist nur 12 Wochen lang. Dies beinhaltet die Anfertigung einer Hausarbeit und eine Präsentation, welche zusammen zu 50 Prozent in die Endnote einfließen. Am Ende des Semesters wird noch eine Klausur geschrieben. Mir persönlich hat diese Art und Weise sehr gut gefallen, da es einem die Möglichkeit gibt, eine schlechtere Klausur mit einer guten Präsentation und Hausarbeit auszugleichen. Es ist vorgesehen, dass jeder Student sich an die Kleiderordnung der Uni zu halten hat, welche für die Frauen ein Kleid oder Hosenanzug vorsieht und für die Herren einen Anzug inkl. Businessschuhen. Der Unterricht wird in Klassen mit 20 bis 30 Personen abgehalten, welches eine angenehme Lernatmosphäre gewährleistet. Meine Dozenten waren alle aus der freien Wirtschaft und verfügten über langjährige Erfahrung in renommierten Unternehmen weltweit. Alle Dozenten waren immer sehr bemüht, bei Fragen weiterzuhelfen, und haben versucht, die Vorlesung auch verständlich für Nicht-Muttersprachler zu gestalten.

Freizeit

Trotz der verschiedenen Prüfungsleistung hat man genügend Zeit, um das Leben in Sydney zu genießen. Das ICMS bietet hier zum Teil vergünstigte Reisen durch Australien an oder die Möglichkeit, an einem Surf-Kurs teilzunehmen, was ich jedem nur empfehlen kann. Für die Partybegeisterten gibt es in Manly verschiedene Bars oder kleine Clubs, die immer gut besucht sind, oder die Möglichkeit, in die Innenstadt von Sydney zu fahren, um zum Beispiel im bekannten Ivy Club zu feiern. Im ICMS selbst gibt es immer die Möglichkeit, Billard, Basketball oder Tischtennis zu spielen. Großen Zuspruch fanden auch die angebotenen sportlichen Möglichkeiten wie Zumba, Yoga, Boot Camp, Tennis oder Fußball. Zusätzlich gibt es tolle Wege zum Joggen und Wandern oder natürlich das Meer zum Schwimmen. Neben dem Studium hat man viel Zeit mit den anderen Studenten verbracht und hat neue Bekanntschaften in aller Welt gefunden.

Die Rückkehr an die NBS war ohne Probleme möglich. Ich habe ein Urlaubssemester eingereicht und wurde für die Zeit von den Studiengebühren an der NBS befreit. Die Kosten für das HVV-Ticket sind in dieser Zeit aber weiter zu tragen. Ansonsten sind keine weiteren Kosten angefallen. Auf Wunsch gibt es die Möglichkeit, sich die erworbenen Credit-Punkte an der NBS anrechnen zu lassen. Hierzu empfehle ich, sich vorher ganz genau mit der NBS abzustimmen, damit es bei der Rückkehr hier keine Schwierigkeiten gibt. Herr Dr. von Dehn war während meiner Zeit im Ausland sehr interessiert und hat das Gefühl vermittelt, dass die NBS bei Bedarf unterstützend hinter einem steht. Sollte das Interesse an einem Auslandssemester bestehen, kann ich jedem empfehlen, sich an Herrn Dr. von Dehn zu wenden.