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Konrad Hauber (Universität Freiburg, Bild: Privat) und Marcel Schütz (NBS Hamburg, Bild: Kevin Knoche)
Kaiser Wilhelm II. (Mitte) und dessen Sohn Kronprinz Wilhelm von Preußen (links). Rechts Enkel Wilhelm Prinz von Preußen. Aufnahme im niederländischen Exil auf Haus Doorn. Bild: Bundesarchiv

Bereits seit einem Jahr wird in Deutschland ein Streit über das Erbe der Monarchie ausgetragen. In einem Working Paper hatten sich dazu Forscher der NBS und der Universität Freiburg geäußert. Nun berichtet der Deutschlandfunk am 16. Oktober 2020 zu dem Thema.

Bereits seit 2019 wird in Deutschland ein Streit über das Erbe der Monarchie ausgetragen. Aufgrund von Enteignungen in Ostdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg begehrt das ehemalige Herrscherhaus Hohenzollern vom Staat Entschädigungen. Im vergangenen Jahr wurde publik, dass die Hohenzollernfamilie mit dem Bund und den Ländern Berlin und Brandenburg diesbezüglich verhandelt. Seitdem ist in den Feuilletons eine intensive Debatte über die deutsche Vergangenheit entbrannt.

Im Mittelpunkt steht der Sohn des letzten deutschen Kaisers, Kronprinz Wilhelm von Preußen, und dessen Rolle in der Zeit des Nationalsozialismus. Hat der Prinz und damalige Chef des Hauses Hohenzollern dem NS-Regime "erheblichen Vorschub" geleistet oder ist er allenfalls als historische Randfigur einzustufen? Mit dieser Bewertung entscheidet sich, ob die dynastische Familie verlorene Vermögensbestände noch wird beanspruchen können – oder nicht.

Der NBS-Forscher Marcel Schütz und der Freiburger Historiker Konrad Hauber haben den Fall in einem NBS Working Paper betrachtet. Aus Sicht des Soziologen und des Geschichtswissenschaftlers illustriert der Hohenzollern-Fall die unvereinbaren Logiken von Politik, Recht und Wissenschaft. Daraus resultierende Implikationen könnten auch für andere Rechts- bzw. Vertragsfragen von Relevanz sein, wie sie etwa in wirtschaftsjuristischen und -politischen Angelegenheiten aufkommen.

Der Deutschlandfunk (DLF) sendet am Freitag, 16. Oktober 2020, um 20:05 Uhr ausführliches Feature zur Dokumentation dieses Streits. Darin wird auch das Working Paper von Marcel Schütz und Konrad Hauber nebst O-Tönen der Forscher erwähnt. Das Working Paper der Wissenschaftler ist hier abzurufen. Das DLF-Feature ist bereits jetzt online verfügbar.

Die Autoren: Konrad Hauber forscht am Historischen Seminar der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und ist Promotionsstipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Marcel Schütz ist Research Fellow an der Northern Business School in Hamburg und lehrt Soziologie an der Universität Bielefeld. Beide arbeiten zu Devianz und Störung in historischer bzw. organisatorischer Sicht.

Die NBS Northern Business School – University of Applied Services ist eine staatlich anerkannte Hochschule, die Vollzeit-Studiengänge sowie berufs- und ausbildungs-begleitende Studiengänge in Hamburg anbietet. Zum derzeitigen Studienangebot gehören die Studiengänge Betriebswirtschaft (B.A.), Sicherheitsmanagement (B.A.), Soziale Arbeit (B.A.), Business Management (M.A.) und Real Estate Management (M.Sc.).

Ihr Ansprechpartner für die Pressearbeit an der NBS Hochschule ist Frau Kathrin Markus (markus[at]nbs.de). Sie finden den Pressedienst der NBS mit allen Fachthemen, die unsere Wissenschaftler abdecken, unter www.nbs.de/die-nbs/presse/expertendienst.