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  • Studium Individuale an der NBS – Kompetenzen für die Arbeitswelt von morgen

    Studium Individuale an der NBS – Kompetenzen für die Arbeitswelt von morgen

    Individuell studieren, vernetzt denken, zukunftsfähig handeln – wie das Studium Individuale an der NBS auf die Arbeitswelt von morgen vorbereitet.

Inhaltsverzeichnis

Die moderne Arbeitswelt befindet sich in rasanter Veränderung. Automatisierung und Künstliche Intelligenz (KI) transformieren ganze Branchen, routinemäßige Tätigkeiten werden zunehmend von Algorithmen übernommen[1][2]. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Arbeitskräfte: Gefragt sind interdisziplinäre Kenntnisse, soziale Kompetenzen, Resilienz und die Fähigkeit, innovative Lösungen zu gestalten[3][4]. Der WEF Future of Jobs Report 2025 prognostizierte genau diese Trends – und aktuelle Entwicklungen wie KI-bedingter Stellenabbau bei Amazon und UPS oder Robotaxi-Projekte von Uber mit NVIDIA bestätigen sie bereits heute[5][6]. Vor diesem Hintergrund analysieren wir den Bachelor-Studiengang "Studium Individuale" an der NBS Northern Business School: Welche Inhalte, Strukturen und Kompetenzziele bietet er? Und inwiefern bereitet das Konzept Studierende inhaltlich, methodisch und kompetenzorientiert auf die dynamischen Arbeitsmarktdynamiken vor? Die Aussage "Unsere Prognosen werden Realität" – bezogen auf zukünftige Berufswelt und Studiengangskonzept – wird dabei kritisch belegt mit Verweisen auf Studiengangsinhalte und aktuelle Markttrends.

Inhalte, Struktur und Ziele des Studium Individuale

Der Bachelor-Studiengang "Studium Individuale" an der NBS ist ein interdisziplinäres Entfaltungsstudium mit höchster Flexibilität. Anstelle einer festen Fachrichtung gestalten Studierende ihren individuellen Studienweg und kombinieren Disziplinen nach eigenen Interessen[7][8]. Die Struktur besteht aus 6 Bausteinen:

Die 6 Bausteine

  1. NBS-Einführungssemester: Vermittelt wissenschaftliche Arbeitsmethoden, fördert Selbstreflexion und hilft den persönlichen "inneren Kompass" für das Studium zu entwickeln[9]. Bereits hier werden zukünftige Herausforderungen wie Digitalisierung oder Klimawandel thematisiert[10]
     
  2. Identität und Persönlichkeit: Laufende Modulreihe über alle Semester zur Stärkung von Schlüsselqualifikationen. Ziele sind u.a. Selbstkenntnis und -reflexion, Ausbau sozialer Kompetenzen für Teamarbeit und Führung sowie ethische Urteilsfähigkeit für verantwortungsbewusste Entscheidungen[11][4].
     
  3. Major (Hauptfach): Kern des Studiums mit Fokus auf breites gesellschaftliches, kulturelles und methodisches Wissen. Hier lernen Studierende interdisziplinär zu denken, komplexe Probleme aus verschiedenen Perspektiven zu analysieren und kritisch-ethisch abzuwägen[12]. Wissenschaftliches Denken und methodische Grundlagen befähigen zur Bearbeitung praxisrelevanter Fragestellungen[13]. Zugleich wird eine Metaperspektive eingenommen: Woher stammt Wissen? Wie hängen Kultur und Gesellschaft zusammen? Studierende üben eine kritische, aber konstruktive Haltung gegenüber diesen Systemen ein[14].
     
  4. Minor (Nebenfach): Individuelle Vertiefung in einem von fünf Gebieten oder frei wählbar. Zur Auswahl stehen z.B. Kommunikationsmanagement, Sicherheitsmanagement, Betriebswirtschaft oder Künstliche Intelligenz[15][16]. Letzterer Minor vermittelt Grundlagen der KI – Programmierung, Algorithmen, Machine Learning, neuronale Netze – und bereitet auf Karrieren im KI-Bereich vor[17]. Alternativ erlaubt der Minor "Studium Individuale" maximale Freiheit durch freie Modulwahl[18]. Die Minor-Wahl erfolgt erst nach dem ersten Semester, wenn sich Interessen gefestigt haben[19].
     
  5. Wahlpflichtbereich: 50 ECTS, frei wählbar aus 159 Modulen der NBS oder externen Kursen[20]. Vier Themencluster (z.B. Innovation & Technik, Sicherheit & Gesellschaft) geben Orientierung, aber die Mischung ist frei gestaltbar[21][22]. Ziele sind eine individuelle Profilbildung und vor allem Förderung von Interdisziplinarität – Studierende kombinieren verschiedene Fachbereiche, um eine ganzheitliche Perspektive auf gesellschaftliche, wissenschaftliche und wirtschaftliche Fragen zu gewinnen[23]. Diese Flexibilität ermöglicht eine maßgeschneiderte akademische Laufbahn[24].
     
  6. Studienabschluss: Umfasst die Bachelorarbeit (wissenschaftliches Projekt mit Praxisbezug und realer Wirkung)[25], ein Abschlusskolloquium (15 ECTS gemeinsam mit der Thesis) und das Modul "Berufswelten", welches gezielt Kontakte zu Berufsfeldern und Arbeitgebern herstellt[26][27].

Begleitet wird das Studium durch projekt- und praxisorientiertes Lernen. Ein Alleinstellungsmerkmal ist etwa der wöchentliche "Frei-Day", an dem Studierende in Projekten an realen gesellschaftlichen Herausforderungen arbeiten[28]. Eigenständige Projekte und Service Learning ziehen sich durch das Curriculum, vom Collaborative Research Project im 5. Semester bis zur anwendungsorientierten Bachelorarbeit[29]. Zudem garantiert die NBS persönliche Betreuung – u.a. durch ein Mentoring-System und einen KI-basierten Buddy, der die Studierenden unterstützt[30]. Dieser innovative Einsatz eines "KI-Buddys" zeigt, dass schon im Studium der reflektierte Umgang mit KI-Tools eingeübt wird.

Das Studiengangsprofil richtet sich an kreative, vielseitig interessierte Menschen, die eigenverantwortlich lernen, über den Tellerrand hinausschauen und sich optimal auf die dynamischen Anforderungen der modernen Arbeitswelt vorbereiten wollen[31]. Kurz: Das Studium Individuale fördert ein einzigartiges Kompetenzprofil, das klassische Schubladen sprengt und stattdessen Selbstentfaltung, multidisziplinäres Denken und gesellschaftliche Verantwortung ins Zentrum stellt[7][32].

WEF Future of Jobs 2025: Zentrale Prognosen

Der World Economic Forum (WEF) Future of Jobs Report 2025 bietet einen Ausblick darauf, welche Trends und Fähigkeiten in den kommenden Jahren die Arbeitswelt prägen. Laut WEF wirken insbesondere technologischer Fortschritt (KI, Automatisierung, Robotik) sowie die grüne Transformation und demografische Verschiebungen als Treiber des Wandels[33][34]. Bis 2030 könnten infolge dieser Makrotrends weltweit zwar 170 Millionen neue Jobs entstehen, aber zugleich 92 Millionen Stellen wegfallen – per Saldo ein Plus von 78 Millionen (entspricht +7%)[35]. Auffällig ist, welche Jobs wachsen und welche schrumpfen: Tech-bezogene Rollen (z.B. KI-/Maschinenlern-Spezialisten, Big-Data-Experten, Softwareentwickler) gehören prozentual zu den am schnellsten wachsenden Berufsfeldern, ebenso grüne Jobs wie Umwelt- und Energieingenieure oder Spezialisten für autonome Elektrofahrzeuge[36]. Demgegenüber stehen klassische Routine- und Verwaltungstätigkeiten vor einem deutlichen Rückgang – etwa Büro- und Sekretariatskräfte (Datenerfasser, Sachbearbeiter, Kassierer, Postangestellte, Bankangestellte)[37]. Genau diese routinierten, regelbasierten Aufgaben werden durch Automatisierung zunehmend obsolet, wie das WEF bereits voraussah.

Kompetenzen werden folglich zum entscheidenden Faktor. Der WEF-Report betont, dass rund 39% der heutigen Fähigkeiten bis 2030 veraltet oder grundlegend transformiert sein werden[38]. Arbeitgeber suchen vermehrt nach Skills, die Maschinen nicht leisten können – komplexes Problemlösen, Anpassungsfähigkeit, kreatives und soziales Denken. Analytisches Denkvermögen bleibt laut WEF die mit Abstand wichtigste Kernkompetenz im Jahr 2025 (von ~70% der Firmen als essenziell genannt)[3]. Doch direkt dahinter rangieren Soft Skills, die mit einem sich schnell wandelnden Umfeld umgehen helfen: an zweiter Stelle Resilienz, Flexibilität und Agilität, gefolgt von Führung und sozialer Einflussnahme[3]. Ebenfalls in den Top 10 finden sich kreatives Denken, Neugierde und lebenslanges Lernen, Empathie und aktives Zuhören sowie Technologiekompetenz[39].

Diese Verschiebung hin zu Meta-Fähigkeiten spiegelt sich auch in den Strategien der Unternehmen wider. Laut WEF planen 85% der Arbeitgeber, in den nächsten Jahren verstärkt in Weiterbildung und Upskilling ihrer Belegschaft zu investieren[40][41]. Zwei Drittel der Firmen möchten gezielt Talente mit KI-Kompetenzen einstellen, während rund 40% zugleich damit rechnen, Personal abzubauen, wo KI Prozesse effizienter machen kann[42].

Das bestätigt: Die Fähigkeit, mit KI-Systemen umzugehen, sie kritisch einzusetzen und Mehrwert über die Automatisierbarkeit hinaus zu liefern, wird zur Schlüsselqualifikation. Auch psychosoziale Aspekte gewinnen an Gewicht: 64% der Unternehmen sehen Maßnahmen zur Unterstützung der Mitarbeitergesundheit und -resilienz als Top-Priorität für die Talentbindung[43]. Die Prognosen des WEF zeigen insgesamt ein klares Bild: Fachkräfte der Zukunft müssen anpassungsfähig, interdisziplinär versiert, sozial kompetent und technologisch bewandert sein, um in einer von Wandel und Unsicherheit geprägten Arbeitswelt zu bestehen.

Aktuelle Arbeitsmarkttrends: KI- und Automatisierungswelle

Ein Blick auf aktuelle Entwicklungen bestätigt die Vorhersagen des WEF eindrücklich: Unsere Prognosen werden Realität. Große Unternehmen treiben die Automatisierung voran – teils mit drastischen Folgen für klassische Arbeitsplätze. So hat Amazon, der weltgrößte Onlinehändler, kürzlich angekündigt, rund 14.000 Verwaltungsstellen abzubauen, und führt dies explizit auf Fortschritte im Bereich Künstliche Intelligenz zurück[5]. In der Unternehmensmitteilung heißt es, man müsse sich "in Zeiten Künstlicher Intelligenz möglichst schlank aufstellen", da neue KI-Anwendungen schnellere Innovation erlauben[44]. Schon seit Monaten wird darüber spekuliert, dass generative KI-Software wie ChatGPT viele Bürojobs überflüssig machen könnte – von der Texterstellung bis zur Code-Generierung[2].

Amazon zieht nun Konsequenzen: Während das operative Geschäft boomt, nutzt der Konzern KI, um Wissensarbeit zu automatisieren und Kosten zu sparen. Parallel investiert Amazon massiv in Robotik, um in Logistikzentren manuelle Tätigkeiten zu ersetzen. Ein bekannt gewordenes internes Strategiepapier sieht vor, bis 2033 weltweit 600.000 Jobs durch Roboter zu ersetzen und 75% aller Abläufe zu automatisieren[45]. Die Richtung ist klar: Routinetätigkeiten – ob körperlich oder kognitiv – werden durch Maschinen erledigt, menschliche Mitarbeiter werden v.a. dort gebraucht, wo es um komplexe, kreative oder zwischenmenschliche Aufgaben geht.

Auch im Logistiksektor selbst zeigt sich dieser Wandel. Der Paketzusteller UPS hat im Jahr 2025 eine der größten Restrukturierungen seiner Geschichte durchgeführt und insgesamt rund 48.000 Stellen gestrichen[46]. Hintergrund sind einerseits Kosten- und Nachfragedruck, andererseits strategische Entscheidungen: UPS reduzierte bspw. sein Volumen an Amazon-Lieferungen um 50%, was Kapazitäten freisetzte – diese wurden genutzt, um Dutzende Verteilzentren zu schließen und verstärkt Automation einzuführen[47][48]. Heute laufen ca. 66% aller UPS-Pakete durch automatisierte Sortieranlagen, computergesteuerte Roboterarme übernehmen einen wachsenden Teil der Sortier- und Hebevorgänge[48].

KI-Systeme stehen im Zentrum dieser Optimierung: UPS nutzt seit Langem die Routenoptimierung ORION und setzt neuerdings Computer Vision zur Paketerkennung, KI-gestützte Prognosen für Kapazitätsplanung sowie automatisierte Pricing-Systeme ein[49][50]. Letztere haben es sogar erlaubt, Teile des Vertriebs- und Verkaufsteams einzusparen, da maschinelle Angebote schneller und effizienter erstellt werden – ein maßgeblicher Faktor des Personalabbaus[50]. Die UPS-Geschäftsführung betont zwar offiziell, Automation diene primär der Effizienzsteigerung, doch der Zusammenhang ist offensichtlich: Das "tiefer Einbetten" von KI in die Prozesse geht Hand in Hand mit einer massiven Reduktion von Arbeitskräften[51][52].

Ein weiterer Indikator für den Strukturwandel ist die Automatisierung im Personenverkehr. So kündigte Uber im Oktober 2025 eine Partnerschaft mit NVIDIA an, um ab 2027 schrittweise robotergesteuerte Robo-Taxis und Lieferfahrzeuge in großem Maßstab einzuführen[6]. Geplant ist eine autonome Fahrzeugflotte von bis zu 100.000 Robotaxis, die mit NVIDIA’s KI-Plattform für Level-4-Autonomie betrieben werden[6]. Diese Fahrzeuge sollen Menschen und Pakete künftig ohne Fahrer ans Ziel bringen. "Was früher Science-Fiction war, wird jetzt Realität", kommentierte NVIDIA-CEO Jensen Huang die Robotaxi-Initiative[53]. Für den Arbeitsmarkt bedeutet dies mittelfristig eine Umwälzung im Transportwesen: Fahrerlose Taxis, Lieferdrohnen, autonome LKW – Berufe wie Taxifahrer oder Kurier könnten ähnlichen Umbrüchen entgegensehen wie Fabrikarbeiter in der Industrie 4.0.

Zusammengefasst zeigen Amazon, UPS, Uber & Co.: KI-getriebene Rationalisierung ist kein Zukunftsszenario mehr, sondern hat begonnen. Routinetätigkeiten in Verwaltung, Logistik und sogar Transport werden zunehmend von intelligenten Systemen übernommen. Gleichzeitig wächst der Bedarf an Fachkräften, die diese Systeme entwickeln, überwachen und die nicht automatisierbaren Bereiche abdecken – vom kreativen Gestalten neuer Lösungen bis zur zwischenmenschlichen Interaktion mit Kunden.

Studiengang vs. Arbeitsmarktdynamik: Fit für die Zukunft?

Angesichts dieser Trends stellt sich die Frage: Bereitet das Studium Individuale die Studierenden auf genau diese neuen Anforderungen vor? Ein systematischer Vergleich der Kompetenzfelder zeigt eine bemerkenswerte Deckungsgleichheit zwischen den Ausbildungszielen des Studiengangs und den gefragten Zukunftskompetenzen:

Transformation von Routinetätigkeiten

Da einfache Routinejobs zunehmend von KI erledigt werden, müssen Menschen sich auf höherwertige Aufgaben fokussieren. Das Studium Individuale trägt dem Rechnung, indem es von Anfang an keine eindimensionären Routinefertigkeiten lehrt, sondern wissenschaftliches Denken, Problemverständnis und eigenständiges Projektmanagement in den Vordergrund stellt[9][54]. Im ersten Semester lernen Studierende z.B., komplexe Fragestellungen mit wissenschaftlichen Methoden zu analysieren[9] – eine Grundlage, um auch neuartige Probleme anzugehen, die nicht per Algorithmus lösbar sind. Durch den projektorientierten Ansatz (Frei-Day, eigene Projekte, praxisbezogene Thesis) werden Fähigkeiten trainiert, die über Automatisierbares hinausgehen: Kreativität, kritisches Denken, Umsetzungskompetenz. Wenn KI die Routine übernimmt, sind genau solche menschlichen Meta-Fähigkeiten gefragt. Das Studiengangsmotto „Herausforderungen der Zukunft wahrnehmen und annehmen“ (Modul im 1. Semester) signalisiert, dass Studierende lernen, Wandel aktiv zu gestalten statt vor vordefinierten Aufgaben zu verharren[55].

Interdisziplinäre Fähigkeiten

Die Zukunftsprobleme – von Klimawandel bis KI-Ethik – überschreiten Fachgrenzen. Interdisziplinarität gilt daher als Schlüssel, um komplexe Systeme zu verstehen und innovative Lösungen zu entwickeln. Hier liefert das Studium Individuale sein Kernversprechen: über den Tellerrand schauen und verschiedene Disziplinen integrieren[32]. Im Major wird ausdrücklich eine interdisziplinäre Denkweise gefördert, um komplexe Probleme multiperspektivisch zu lösen[12]. Der Wahlpflicht- und Minor-Bereich erlauben es, Module aus Technik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kommunikation etc. zu kombinieren – ein Übungsfeld für vernetztes Denken[24]. Damit spiegelt der Studiengang die Realität wider, dass wichtige Zukunftsprojekte (etwa autonome Fahrzeuge oder Kreislaufwirtschaft) nur im Schulterschluss verschiedener Fachrichtungen vorankommen. WEF-Daten implizieren ähnliches: In einer komplexeren Welt braucht es mehr als monolithisches Spezialwissen[56]. Studium Individuale-Absolventen bauen genau diese breit gefächerte Problemlösungskompetenz auf, was sie anpassungsfähig macht, wenn sich Branchen verschieben oder neue Berufsbilder entstehen.

Psychosoziale Kompetenzen und Führung

Während Maschinen Daten verarbeiten, bleiben zwischenmenschliche Fähigkeiten ein ureigenes Terrain des Menschen. Der WEF-Report listet soziale Einflussnahme, Empathie, Teamfähigkeit und Kundenorientierung unter den zentralen Skills der Zukunft[3][25]. Auch hier ist das NBS-Programm am Puls der Zeit. Die Identität & Persönlichkeit-Module zielen ausdrücklich auf soziale Kompetenz – die Fähigkeit, effektiv in Teams zu arbeiten, andere anzuleiten und verantwortungsvoll zu handeln[57]. In höheren Semestern behandeln die Module Themen wie Zusammenarbeit – Soziale Fähigkeiten und Kollaboration (5. Sem.) und In-Beziehung-Sein – Fürsorge für andere und die Welt (4. Sem.)[58][59]. Damit wird Empathie, Kommunikationsstärke und ethisches Bewusstsein geschult. Solche psychosozialen Kompetenzen sind essenziell, um in KI-durchdrungenen Arbeitsumgebungen den menschlichen Faktor einzubringen – sei es in der Führung von Teams durch den Wandel oder im Kundenkontakt, wo Empathie unersetzlich ist. Die Fähigkeit zur Selbstführung (Self-Leadership), die gleich im ersten Semester thematisiert wird[60], unterstützt zudem zukünftige Führungskräfte dabei, sich selbst und andere in unsicheren Zeiten zu motivieren. Durch diese Ausrichtung entwickelt das Studium Individuale Persönlichkeiten, die nicht nur fachlich, sondern auch menschlich kompetent agieren – ein klarer Wettbewerbsvorteil in einer automatisierten Welt, wo reine Facharbeit oft von Maschinen erledigt wird.

Resilienz und Anpassungsfähigkeit

Wenn Veränderungen zur Konstanten werden, ist Resilienz – die psychische Widerstandskraft und Flexibilität – eine Schlüsselkompetenz. WEF zählt Resilienz, Flexibilität und Agilität zu den Top-Skills 2025[3]. Der Studiengang fördert Resilienz auf mehreren Ebenen. Erstens durch das selbstgesteuerte Lernen: Studierende werden ermutigt, ihren eigenen Weg zu finden, was Selbstwirksamkeit und Anpassungsfähigkeit stärkt. Zweitens durch die Auseinandersetzung mit Krisen und globalen Herausforderungen im Curriculum[61] – wer sich in sicherem Rahmen mit Wandel, Unsicherheit und komplexen Problemen befasst, entwickelt Strategien, diese zu bewältigen. Die persönliche Begleitung (Mentoring) und die Reflexion eigener Ziele und Werte im Studienverlauf[62][63] tragen dazu bei, dass Absolventinnen einstabiles WertegerüstundSelbstvertrauenmitbringen. Indirekt zeigt auch der modulare, flexible Aufbau des Programms: Wandel ist nichts Bedrohliches, sondern integrierter Bestandteil – der Studienplan kann semesterweise angepasst werden, Schwerpunkte dürfen gewechselt werden, Leistungen aus externen Bildungswegen werden anerkannt[64][65]. Diese Flexibilitätserfahrung im Studium bereitet darauf vor, auch im Berufsleben agil zu bleiben. Nicht zuletzt stärkt das Scheitern und Neulernen im Rahmen von Projekten (z.B. wenn ein "Frei-Day"-Projekt mal nicht wie geplant gelingt) dieFrustrationstoleranz* – ein Kernaspekt der Resilienz.

Gestaltungskompetenz und Innovation

Mit Gestaltungskompetenz ist die Fähigkeit gemeint, Veränderungen aktiv zu planen und umzusetzen – anstatt nur zu reagieren. Gerade in Zeiten, in denen viele Tätigkeiten wegfallen, sind Menschen gefragt, die Neues schaffen, Arbeitsprozesse verbessern oder gesellschaftliche Innovationen voranbringen. Das Studium Individuale lehrt genau dies: Gestalte dein Studium nach deinen eigenen Vorstellungen lautet das Versprechen[7]. Doch darüber hinaus gestalten die Studierenden konkrete Ergebnisse. Durch die projektorientierte Lehre lernen sie, von der Idee bis zur Umsetzung Verantwortung zu übernehmen. Der Frei-Day etwa fordert, eigene Projekte mit realem Impact zu verwirklichen[54]. Im Major-Modul Planen, Entscheiden, Reflektieren (4. Sem.) üben die Studierenden, Entscheidungen zielgerichtet vorzubereiten und auszuführen[59]. Und im abschließenden Modul Handeln – Wandel vorantreiben (6. Sem.) steht explizit das Anstoßen von Veränderungen im Mittelpunkt[66][67]. Diese Ausbildung zu Change Makern deckt sich mit dem Bedarf der Wirtschaft nach Mitarbeitenden, die in Transformationsprozessen initiative ergreifen. Unternehmen schätzen "Intrapreneure", die Verbesserungen im Betrieb eigenständig vorantreiben – Fähigkeiten, die in klassischen verschulten Studiengängen oft zu kurz kommen, hier aber zentral sind.

Reflektierter Umgang mit KI-Systemen

Schließlich verlangt der Arbeitsmarkt der Zukunft nicht nur technisches Verständnis, sondern auch einen reflektierten, verantwortungsvollen Umgang mit neuen Technologien. KI ist ein mächtiges Werkzeug, doch ihre Anwendung wirft ethische und praktische Fragen auf. Das Studium Individuale adressiert dies auf zweierlei Weise. Erstens durch Bildung im technischen Bereich, sofern gewünscht: Der Minor Künstliche Intelligenz befähigt Studierende, KI-Systeme selbst mitzuentwickeln und deren Funktionsweise zu verstehen[16]. Zweitens – und wichtiger noch – durch eine kritische Reflexion von Technologie im gesellschaftlichen Kontext. Ethische Urteilsfähigkeit wird als Lernziel betont[4], und im Major lernen Studierende, die Auswirkungen von Entscheidungen (etwa der Einführung von KI) moralisch zu bewerten[12]. Zudem wird bereits im Studium ein positives Praxisbeispiel gesetzt, indem die NBS mit dem KI-Buddy ein unterstützendes KI-System implementiert hat[30]. Die Studierenden erleben KI hier als Kollegen in Form eines digitalen Assistenten, mit dem sie aber bewusst umgehen müssen. Diese Erfahrung bereitet auf eine Arbeitswelt vor, in der Mensch-Maschine-Kollaboration normal sein wird – etwa wenn zukünftige Manager KI-Entscheidungshilfen nutzen oder Mitarbeiter in gemischten Teams mit Softwarerobotern arbeiten. Durch die Mischung aus technischer Grundbildung, ethischer Reflexion und praktischer KI-Erfahrung sind Absolvent*innen des Studium Individuale gewappnet, KI-Systeme kompetent einzusetzen, aber auch deren Grenzen oder Risiken zu erkennen. Genau diese reflektierte Haltung fordern Experten, damit KI nicht unkontrolliert zum Jobkiller wird, sondern zum Werkzeug, das menschliche Stärken ergänzt.

​​​​​​Zusammengefasst lässt sich feststellen: Das Konzept des Studium Individuale antizipiert die Anforderungen der Arbeitswelt 4.0 in bemerkenswerter Weise. Jede der im Studiengang verankerten Kompetenzdimensionen – von Interdisziplinarität über Soft Skills und Selbstmanagement bis zur Technik- und Urteilskompetenz – entspricht genau den Feldern, die laut WEF und aktuellen Marktentwicklungen immer wichtiger werden. Studierende werden nicht für einen spezifischen Job von gestern ausgebildet, sondern darauf vorbereitet, sich ständig neues Wissen anzueignen, verschiedene Rollen zu verbinden und den Wandel aktiv mitzugestalten.

Fazit: Unsere Prognosen werden Realität

Die Wechselwirkungen zwischen Bildungsprofil und Arbeitsmarkttrends zeigen deutlich: Die Prognosen der Bildungsplaner und Zukunftsforscher werden Realität. Was der WEF für 2025 voraussagte – etwa die Automatisierung von Routinetätigkeiten, der Bedarf an resilience und sozialen Fähigkeiten – manifestiert sich heute in Entscheidungen von Unternehmen wie Amazon und UPS[44][49]. Gleichzeitig erweist sich die vorausschauende Konzeption des Studium Individuale als treffende Antwort auf diese Entwicklungen. "Unsere Prognosen werden Realität" – dieser Satz lässt sich auf zwei Ebenen lesen. Erstens: Die Prognosen über die Zukunft der Jobs (seitens WEF & Co.) bestätigen sich in den aktuellen Entlassungswellen und Technologieinitiativen. Zweitens: Die Prognosen und Annahmen, die in die Gestaltung dieses innovativen Studiengangs eingeflossen sind, bewahrheiten sich ebenfalls – die im Curriculum verankerten Kompetenzen entsprechen genau dem, was Arbeitgeber nun einfordern[3][32].

Für die NBS Northern Business School und ihre (künftigen) Studierenden ist das eine ermutigende Botschaft. Der Studiengang Studium Individuale befindet sich zwar (Stand 2025) noch im Akkreditierungsverfahren und startet voraussichtlich zum Sommersemester 2026[68]. Doch seine Ausrichtung lässt erwarten, dass Absolventinnen und Absolventen bestens gerüstet sein werden, um die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt zu meistern und sogar als Gestalter*innen der Veränderung aufzutreten. Sie verkörpern das Leitbild des flexiblen, reflektierten und wertebewussten Professionals, der in einer von KI durchdrungenen Welt seinen Platz findet – sei es in neu entstehenden Berufsfeldern oder in traditionellen Branchen, die sich wandeln.

Nicht zuletzt beweist diese Analyse, wie wichtig es ist, Bildung und Arbeitsmarkt enger zusammenzudenken. Das Studium Individuale der NBS ist ein Beispiel dafür, wie Hochschulen auf die zukünftigen Bedürfnisse reagieren können: durch interdisziplinäre, kompetenzorientierte Lehre und die Förderung von Eigenschaften, die keine Maschine ersetzen kann. So wird die Losung "Unsere Prognosen werden Realität" vom warnenden Ausruf zur positiven Bestätigung – nämlich dafür, dass die richtigen Lehren aus den Prognosen gezogen wurden. Die Dynamik am Arbeitsmarkt bleibt hoch, doch mit dem richtigen Rüstzeug – erworben in zukunftsweisenden Studiengängen wie diesem – können die kommenden Generationen von Fachkräften diese Realität aktiv mitgestalten statt ihr nur hinterherzulaufen.

Quellen

Offizielle Webseite NBS Studium Individuale[32][12]; WEF Future of Jobs Report 2025[3][37]; aktuelle Berichte (Amazon, UPS, Uber/NVIDIA)[5][49][6].